Geschichte des Osmanischen Reiches
1299–1923

Osmanisches Reich, 1299–1923

Ein Stamm der Türken, die im Altertum Turan bewohnten, im 8. Jahrhundert zum Islam übertraten und dann unter Führung der Seldschuken Vorderasien überschwemmten, wanderte, 50.000 Seelen stark, um 1225 unter seinem Stammeshäuptling Suleiman vor den Mongolen von Chorasan nach Armenien aus. Suleimans Sohn Ertogrul (1231–88) erhielt von Ala ed-din, seldschukischem Sultan von Konia, ein Lehen im nordwestlichen Phrygien. Osman I., Ertogruls Sohn (1299–1326), focht glücklich gegen die Griechen; nach ihm führten die Türken fortan den Namen osmanische Türken oder Osmanen. Türkische Freibeuter eroberten 1308 Chios und plünderten zahlreiche Küstenstädte Kleinasiens. Osmans Sohn Urchan (1326–59), einer der bedeutendsten Herrscher, eroberte 1326 das feste Prusa (Bursa), wo er sich einen Palast erbaute, dessen Tor die »Hohe Pforte« genannt wurde, und unterwarf bis 1340 das Land bis an die Propontis mit Nikäa (Iznik) und Nikomedia sowie weite Strecken im Innern. Sein Sohn Suleiman setzte sich 1356 schon auf der europäischen Seite des Hellesponts, in Gallipoli, fest. Unter dem Beirat seines einsichtsvollen Bruders Ala ed-din (gest. 1333), des ersten Wesirs der Osmanen, organisierte Urchan das Reich nach den Satzungen des Korans wie des osmanischen Staatsrechts (Kanun) und teilte es in drei Sandschaks (Fahnen). Auch schuf er ein stehendes Heer und errichtete die Janitscharen (d. h. neue Truppe), ein aus christlichen Knaben rekrutiertes, trefflich geschultes Fußvolk, sowie die reguläre Reiterei der Sipahis, die gegen erbliche Dienstpflicht mit den Einkünften von unterworfenen Dörfern belehnt wurden. Die Türken bildeten also ein politisch organisiertes Heerlager, dessen Unterhaltung christlichen Völkerschaften oblag; trotz fortwährender Kriege vermehrte es sich rasch durch massenhaften Übertritt von Christen, denen sofort alle Vorrechte des herrschenden Kriegerstammes gewährt wurden.

Urchans zweiter Sohn, Murad I. (1359–89), eroberte Thrakien, verlegte 1365 seine Residenz nach Adrianopel und beschränkte das griechische Kaiserreich auf Konstantinopel. Serben und Bulgaren zahlten nach der Niederlage auf dem Serbierfeld bei Adrianopel (1371) Tribut und verpflichteten sich zur Heeresfolge; die Fürsten Kleinasiens erkannten die Oberhoheit des Sultans an. Die Erhebung des Serben Lazar, dem sich Kroatien, Bosnien, Albanien, Bulgarien und die Walachei anschlossen, endete mit der blutigen Niederlage auf dem Amselfeld (15. Juni 1389), obwohl der siegreiche Murad auf dem Schlachtfeld selbst von einem verwundeten Serben erstochen wurde. Sein Sohn Bajesid I. (1389–1402) machte die Walachei zinspflichtig, unterjochte Bulgarien, eroberte Mazedonien und Thessalien und drang in Hellas ein; die Länder zwischen Halys und Euphrat beugten sich unter ihn. Die christlichen Kreuzscharen, die König Siegmund von Ungarn herbeiführte, schlug Bajesid 28. Sept. 1396 bei Nikopoli. Doch unterlag er 20. Juli 1402 bei Angora den Mongolen Timurs und geriet selbst in Gefangenschaft, in der er 1403 starb. Von seinen Söhnen Suleiman, Musa und Mohammed glückte es dem letzten 1413, das zerfallende osmanische Reich wieder in seiner Hand zu vereinigen. Seinen Sohn Murad II. (1421–51) zwangen Aufstände in Asien sowie wechselvolle Kriege gegen die Ungarn und Serben unter Johannes Hunyadi und in Albanien gegen Georg Kastriota, Illyrien den Serben und die Walachei den Ungarn abzutreten. Erst als seine Siege über die Christen bei Warna (10. Nov. 1444) und auf dem Amselfeld (17. bis 20. Okt. 1448) die Herrschaft der Osmanen an der Donau dauernd begründet hatten, 1446 auch der Peloponnes erobert worden war, konnte die wieder erstarkte Osmanenmacht unter Murads Nachfolger Mohammed II. (1451–81) sich gegen Konstantinopel wenden, das nach tapferer Verteidigung 29. Mai 1453 fiel und zur Hauptstadt des osmanischen Reiches erhoben wurde.

Macht und Blüte des Reiches

Die zahlreichen unterworfenen Christen (Rajah) wurden zwar in der freien Ausübung ihrer Religion belassen, waren aber doch der Willkür der Türken preisgegeben, die als herrschendes Kriegervolk die Hilfsmittel der eroberten Länder zu ihrer Bereicherung und zur Verstärkung ihrer militärischen Kraft verwendeten und unaufhörlich ihr Machtgebiet zu erweitern strebten; Krieg war ihnen der normale Zustand. 1456 fiel Serbien, 1463 Bosnien, 1468 Albanien in türkische Hände; 1461 wurde das Kaiserreich Trapezunt, 1475 der Tatarenkhan der Krim zur Unterwerfung gezwungen, 1478 die polnische Moldau unter die Oberhoheit der Pforte gestellt. Unter Mohammeds Nachfolger Bajesid II. (1481–1512) trat in der gewaltigen Machtentfaltung des Osmanenstaates ein Stillstand ein, da seine Kriegsunternehmungen gegen das Abendland wenig glücklich waren; trotz der in seinem Hause bereits üblichen Sitte, die Alleinherrschaft durch Verwandtenmord zu sichern, hatte er fortwährend mit Aufständen zu kämpfen und ward, nachdem er seinen Bruder Dschem und zwei Söhne hatte hinrichten lassen, von seinem jüngsten Sohn, Selim I. (1512–20), vergiftet.

Selim I. besiegte 1514 den Schah von Persien, den er durch die Ermordung von 40.000 auf türkischem Boden lebenden Schiiten zum Krieg gereizt hatte, bei Tschaldyran, eroberte Armenien und den Westen von Aserbeidschan, dann nach Besiegung der Mamluken 1517 Syrien, Palästina und Ägypten und wurde von den heiligen Städten Mekka und Medina als Schirmherr anerkannt, worauf er den Titel eines Kalifen annahm. Unter seinem Nachfolger Suleiman (Soliman) II. (1520–66) erreichte die türkische Macht ihren Gipfel: er eroberte 1521 Belgrad, vertrieb 1522 die Johanniter von der Insel Rhodos, vernichtete 29. Aug. 1526 das ungarische Heer unter Ludwig II. bei Mohács, drang 1529 bis Wien vor und vereinigte Ungarn, nachdem es seit 1533 unter dem siebenbürgischen Fürsten Johann Zápolya ein türkisches Vasallenreich gewesen, 1547 zur Hälfte mit seinem Reich. Die Venezianer mussten 1540 viele Inseln im Ägäischen Meer und ihre letzten Besitzungen auf dem Peloponnes abtreten. Im Krieg mit Persien (1533–36) gewann er Georgien und Mesopotamien. Seine Flotten beherrschten das Mittelmeer bis Gibraltar und beunruhigten durch Raubzüge im Indischen Ozean die portugiesischen Kolonien. Die Barbareskenstaaten Nordafrikas erkannten seine Oberhoheit an. Er starb 1566 vor Szigetvár in Ungarn.

Verfall des Reiches

Die Vertilgung aller der Einheit etwa gefährlichen Glieder der Dynastie, die Serailerziehung und strenge Abschließung der Prinzen vom öffentlichen Leben vernichteten die Kraft des Herrschergeschlechts; die Soldateska der Janitscharen wurde immer zügelloser. Der schwache Selim II. (1566–74) ließ seinen Großwesir Mohammed Sokolli regieren. Dieser entriss zwar 1570 den Venezianern Zypern, Zakynthos und Kefalonia; dagegen wurde die türkische Flotte 7. Okt. 1571 bei Lepanto von den Christen besiegt. Murad III. (1574–95), der sich den Thron durch Ermordung von fünf Brüdern sicherte, und Mohammed III. (1595–1603), der 19 Brüder erdrosseln ließ, führten erfolglose Kriege gegen Österreich und Persien; letzterer verlor Täbris und Bagdad und musste Frankreich um Vermittelung des Friedens mit Österreich angehen. Ahmed I. (1603–17) schloss 1612 mit den Persern einen ungünstigen Frieden. Sein Bruder Mustafa I. (1617) ward nach dreimonatiger Herrschaft als blödsinnig abgesetzt, Ahmeds Sohn Osman II. (1618–21), als er nach einem unglücklichen Feldzug gegen die polnischen Kosaken die schuldigen Janitscharen vernichten wollte, von diesen ermordet und, nachdem Mustafa 1622 wieder als Sultan anerkannt, aber 1623 zum zweitenmal abgesetzt worden war, Osmans jüngerer Bruder, Murad IV. (1623–40), auf den Thron erhoben. Dieser eroberte im Krieg gegen Persien (1634–38) Eriwan, Täbris und Bagdad wieder, züchtigte die Kosaken und legte den Venezianern einen nachteiligen Frieden auf; auch stellte er die Manneszucht wieder her und füllte sparsam den Staatsschatz. Sein wollüstiger Bruder Ibrahim (1640–48), unter dessen toller Serailwirtschaft die von Murad gewonnenen Vorteile wieder verloren gingen, ward 1648 von den Janitscharen erdrosselt und sein zehnjähriger Sohn, Mohammed IV. (1648 bis 1687), auf den Thron erhoben.

Durch den Streit um die Vormundschaft ward das Reich der Auflösung nahegebracht: Zerrüttung der Finanzen, Meutereien der Janitscharen, Empörungen der Provinzialstatthalter, Niederlagen gegen die Venezianer (unter Lor. Marcello 1656 in den Dardanellen) und gegen Polen brachen über das Reich herein, bis Mohammed Köprülü, 1656 zum Großwesir ernannt, die Manneszucht in der Armee, den Gehorsam der Provinzen und die Ordnung der Finanzen herstellte und die Venezianer zurückschlug. Sein Sohn Ahmed Köprülü (Großwesir 1661–1676) eroberte im Krieg gegen Österreich Gran und Neuhäusel und behauptete, obwohl 1. Aug. 1664 bei St. Gotthard geschlagen, Serimvár und Ujvár im Frieden von Vasvár, unterwarf 1669 Kreta und zwang Polen im Frieden von Buczacz 1672 zur Abtretung Podoliens und der Ukraine, die durch einen neuen Krieg mit Polen und einen Krieg mit Russland nebst Asow 1681 wieder verloren gingen. Der neue Eroberungskrieg, den Ahmed Köprülüs Schwager Kara Mustafa gegen Österreich unternahm, verlief nach der vergeblichen Belagerung Wiens (24. Juli bis 12. Sept. 1683) so unglücklich, dass Mittelungarn mit Ofen verloren ging und die Kaiserlichen nach dem Sieg bei Mohács (12. Aug. 1687) in Serbien eindrangen; während gleichzeitig die Venezianer den Peloponnes und Kefalonia wieder eroberten. Mohammed ward daher 1687 entthront; aber weder Suleiman III. (1687–91) noch Ahmed II. (1691–95) vermochten den türkischen Waffen wieder den Sieg zu verleihen. Nach den großen Niederlagen bei Slankamen (19. Aug. 1691) und Zenta (11. Sept. 1697) musste Mohammeds Sohn Mustafa II. (1695–1703) im Frieden von Karlowitz (26. Jan. 1699) Ungarn und Siebenbürgen an Österreich, Asow an Russland, Podolien und die Ukraine an Polen, den Peloponnes an Venedig abtreten. Des abgesetzten Mustafa Bruder Ahmed III. (1703–30) nahm nach der Schlacht bei Poltawa (1709) den flüchtigen Schwedenkönig Karl XII. gastlich auf, erklärte auch seinetwegen Russland den Krieg; doch ließ sein Großwesir Baltadschi Mohammed 1711 den am Pruth eingeschlossenen Zaren Peter d. Gr. gegen Rückgabe Asows frei. 1715 ward die Morea den Venezianern wieder entrissen; doch verloren die Türken nach einem neuen unglücklichen Krieg gegen Österreich im Frieden von Poscharewatz (21. Juli 1718) einen Teil von Serbien mit Belgrad. 1730 ward Ahmed wegen eines unglücklichen Krieges mit Persien gestürzt.

Unter Mahmud I. (1730–54) fielen 1737 die Russen in die Krim ein und eroberten Asow wieder; die Österreicher kämpften aber so unglücklich, dass die Pforte im Frieden von Belgrad (1. Sept. 1739) das Gebiet südlich von Save und Donau sowie ihre an Russland verlorenen Grenzfestungen mit Asow zurückerhielt. Auf Mahmud folgte Osman III. (1754–1757), auf diesen sein Vetter Mustafa III. (1757–1773). Die Russen besetzten 1769 die Moldau und Walachei, eine russische Flotte erschien im Ägäischen Meer und vernichtete die türkische 6. Juli 1770 bei Çeşme; 1771 ward die Krim den Türken entrissen, und 1773 drangen die Russen sogar in Bulgarien ein, so dass Mustafas Nachfolger Abdul Hamid I. (1774–89) im Frieden von Kütschük Kainardschi (21. Juli 1774) die Krim aufgeben, alle Plätze an der Nordküste des Schwarzen Meeres abtreten, den Russen freie Schiffahrt im Schwarzen und Ägäischen Meere zugestehen und für die Moldau und Walachei Verpflichtungen übernehmen musste, die ein Schutzrecht Russlands begründeten. Gegen Katharina II. von Russland, die 1783 die Krim und die Kubanländer mit ihrem Reich vereinigte und 1786 mit Kaiser Joseph II. ein Bündnis schloss, brach 1788 ein neuer Krieg aus, in dem die Türken zwar Suworows Vordringen nicht hemmen konnten, aber den Österreichern wiederholt Verluste beibrachten. Unter preußischer Vermittlung schloss Selim III. (1789–1807) mit Österreich den Frieden von Sistova (4. Aug. 1791), mit Russland den von Jassy (9. Jan. 1792) und erhielt von beiden Mächten deren Eroberungen mit Ausnahme des Gebietes rechts vom Dnjestr zurück.

Reformversuche

Im Innern hatten die wiederholten langwierigen Kriege den Verfall beschleunigt: die Finanzen waren zerrüttet, das Ansehen der Regierung geschwächt; die Einheit des Reiches durch Unabhängigkeitsbestrebungen mehrerer Paschas erschüttert. Selims Reformversuche blieben diesen Schwierigkeiten gegenüber wirkungslos. Dazu kamen 1798 der Einfall Bonapartes in Ägypten, 1806 wegen Verletzung des Friedens von Jassy eine neue russische Kriegserklärung. Als Selim die Errichtung eines nach europäischem Muster ausgehobenen und urganisierten Heeres versuchte, ward er 31. Mai 1807 auf Betrieb der beim Volk beliebten Janitscharen durch die Ulama abgesetzt und Abd ul Hamids Sohn Mustafa IV. zum Sultan ernannt. Als sich der Seraskier Mustafa Bairaktar, Pascha von Rustschuk, für Selim erhob, ward dieser im Gefängnis ermordet. Bairaktar rückte nun auf Konstantinopel, erstürmte das Serail und setzte an Mustafas Stelle dessen jüngeren Bruder, Mahmud (28. Juli 1808), auf den Thron, der einen neuen Aufstand des von den Janitscharen aufgereizten fanatischen Volkes im November 1808 niederschlug und Mustafa IV. hinrichten ließ; sein Großwesir Bairaktar, vom Pöbel in einen Turm eingeschlossen, sprengte sich mit diesem in die Luft.

Mahmud II. (1808–39), als einzig überlebender Nachkomme Osmans von den Türken als rechtmäßiger Herrscher anerkannt, machte sich besonders die Wiederherstellung der Autorität der Pforte gegen die zahlreichen Unabhängigkeitsbestrebungen der Paschas und der christlichen Stämme zur Aufgabe. Die drohende Haltung Napoleons bewog Russland trotz seiner glänzenden Siege, im Frieden von Bukarest (28. Mai 1812) außer Bessarabien die meisten seiner Eroberungen wieder herauszugeben. Anfang 1822 wurde der unbotmäßige Ali Pascha von Janina zur Übergabe gezwungen und ermordet; durch blutige Ausrottung des sich jeder Neuerung widersetzenden Janitscharenkorps (im Juni 1826) wie durch Errichtung eines regulären, nach europäischem Muster organisierten Heerwesens stellte Mahmud seine Macht wieder her. Dagegen glückte es ihm nicht, den Aufstand der Serben (seit 1804) und der Griechen (seit 1821) zu unterdrücken. Russland nötigte der Pforte erst den Vertrag von Akkerman (6. Okt. 1826) ab, der die staatsrechtlichen Verhältnisse Serbiens und der Donaufürstentümer im Sinne Russlands regelte, und nachdem die türkisch-ägyptische Flotte 20. Okt. 1827 bei Navarino durch die vereinigten Geschwader Russlands, Englands und Frankreichs vernichtet worden war, ließ es im April 1828 seine Heere in Bulgarien und in Armenien einrücken. Zunächst eroberten die Russen bloß Warna, Kars und Achalzych, 1829 aber auch Erzerum, und Diebitsch drang bis Adrianopel vor. Dort kam 14. Sept. unter preußischer Vermittlung ein Friede zustande, worin die Türkei die Donaumündungen und Achalzych an Russland abtrat, die Privilegien der Donaufürstentümer und des vergrößerten Serbiens bestätigte und die Unabhängigkeit Griechenlands anerkannte.

Nun nahm Mahmud seine Bestrebungen, die Einheit des Reiches wiederherzustellen, von neuem auf, geriet dabei aber in Konflikt mit dem Pascha von Ägypten, Mehmed Ali, dem er für seine beim griechischen Aufstand (1825) geleistete Hilfe große Zugeständnisse hatte machen müssen. Mehmeds Adoptivsohn Ibrahim Pascha fiel 1831 in Syrien ein, schlug die Türken dreimal, eroberte 1832 Akka und drang 1833 bis Kütahya vor. Die Pforte rief Russlands Hilfe an, das 15.600 Mann an den Bosporus warf und die Donau überschritt, während Frankreich und England ihre Flotte vor den Dardanellen vor Anker gehen ließen. Jetzt verstand sich Mehmed Ali zum Frieden von Kütahya (4. Mai 1833), worin der Sultan den Vizekönig als Erbstatthalter Ägyptens anerkannte und ihm auf Lebenszeit die Verwaltung Syriens und Kretas, Ibrahim die von Adana und Tarsos zugestand. Im Vertrag von Hunkjar-Skalessi (8. Juli) verpflichtete sich Mahmud, allen Feinden Russlands die Dardanellen zu schließen und keinem Kriegsschiff die Einfahrt in das Schwarze Meer zu gestatten. Nun bemühte sich der Sultan, die kriegerischen Hilfsmittel der Pforte durch straffe Zentralisation zu steigern; den Bosniern, Albanern und verschiedenen kleinasiatischen Stämmen wurden die Reste ihrer Selbständigkeit genommen, das obere Mesopotamien und Kurdistan unterworfen. Als 1839 Empörungen gegen die ägyptische Herrschaft in Syrien ausbrachen, erklärte im Mai Mahmud dem Vizekönig den Krieg. Doch starb er 1. Juli, ehe er Kunde erhielt von der völligen Niederlage seines Heeres bei Nisib (24. Juni), und 17. Juli lieferte der Kapudan-Pascha Ahmed vor Alexandria die Flotte an Mehmed Ali aus.

Die Lage der Türkei, in der Abd ul Medschid (1839–61), Mahmuds 16jähriger Sohn, die Regierung antrat, war daher kritisch; sie wurde nur gerettet durch die Quadrupelallianz von England, Russland, Österreich und Preußen (15. Juli 1840), die durch eine österreichisch-englische Flotte Mehmed Ali zur Räumung Syriens zwang und ihm nur die Erbstatthalterschaft von Ägypten ließ. Unter dem Beirat Reschid Paschas erließ Abd ud Medschid 3. Nov. 1839 den Hatt-i Scherif von Gülhane, dessen Wichtigkeit in der Bestimmung gipfelte, dass die »Untertanen jeder Nationalität und Religion«, also auch Christen und Juden, gleiche Sicherheit in betreff ihres Vermögens, ihrer Ehre und ihres Lebens haben sollten. Durch Einleitung mannigfacher Reformen auf administrativem und kommerziellem Gebiet hatte der Hatt auch für die Staatswirtschaft eine hohe Bedeutung. Übrigens sollte er nur die Grundsätze aufstellen, aus denen die zu erlassenden Sondergesetze zu fließen hätten; diese Gesetze (Tansimati hairijeh, d. h. »heilsame Organisation«) sollten für das gesamte Pfortengebiet Gültigkeit haben; auch Mehmed Ali musste sich zu ihrer Annahme bequemen. 1841 wurde in London der Dardanellenvertrag abgeschlossen, durch den sich die Pforte verpflichtete, die Dardanellenstraße und den Bosporus für fremde Kriegsschiffe in Friedenszeiten verschlossen zu halten.

Der Krimkrieg mit seinen Folgen

Das Jahr 1848 mit seinen Freiheitsideen ging an der eigentlichen Türkei spurlos vorüber. Hoffnungen, die man in Konstantinopel auf die ungarische Insurrektion setzte, wurden durch die Kapitulation von Világos (13. Aug. 1849) vernichtet; doch verweigerte die Pforte wenigstens, unterstützt durch eine vor den Dardanellen erscheinende englische Flotte, die Auslieferung der ungarischen Flüchtlinge. Als die französische Republik im Herbst 1850 eine Reklamation wegen der heiligen Stätten in Palästina erhob und die Pforte die Mitbenutzung einer Kirchentür in Bethlehem den römischen Katholiken zugestand, erklärte Kaiser Nikolaus, dass hierdurch das religiöse Gefühl der orthodoxen Russen aufs äußerste verletzt werde, und verlangte für die griechisch-katholische Kirche in der Türkei Bürgschaften, die Russland ein völliges Schutzrecht über Untertanen der Pforte gewährt hätten. Österreich forderte und erreichte 14. Febr. 1853 unter anderem die Zurückziehung der türkischen Truppen, die damals siegreich in das aufständische Montenegro eingedrungen waren. Nun verlangte auch Kaiser Nikolaus durch den Fürsten Menschikow in schroffer Form den Abschluss eines förmlichen Vertrags über die der orthodoxen Kirche zu gewährenden Privilegien. Die Ablehnung dieser Forderung hatte einen neuen russisch-türkischen Krieg zur Folge (1853–56; s. Krimkrieg). Die türkische Armee erwies sich leistungsfähiger, als man geglaubt hatte, und verteidigte die Donaufestungen mit solchem Erfolg, dass die Russen über die Donau zurückgehen mussten. Dagegen wurde 30. Nov. 1853 die Flotte der Türkei bei Sinope vernichtet, und auch ihre Truppen kämpften, seitdem die verbündete Armee der Westmächte auf dem Kriegsschauplatz erschienen war, nur in Armenien selbständig; in der Krim spielten sie bloß die Rolle von Hilfstruppen.

Für die inneren Verhältnisse der Türkei hatte der Krimkrieg besonders die Wirkung, dass die Westmächte zur Rechtfertigung ihrer Hilfe die Einführung gründlicher Reformen forderten. Diese Bemühungen gipfelten in einem neuen großherrlichen Edikt vom 18. Febr., das, von einer Diplomatenkommission zusammen mit dem türkischen Minister des Auswärtigen, A(a)li Pascha, ausgearbeitet, unter dem Namen Hatti-Humajun 21. Febr. 1856 verkündet und später dem am 30. März des Jahres zu Paris unterzeichneten Friedensinstrument beigegeben wurde. Dieser Hatt proklamierte die bürgerliche Gleichstellung aller Untertanen, verbot die Bevorzugung einer Religionsgenossenschaft vor der anderen, gewährte allen Staatsbürgern gleiches Recht auf Anstellung im Pfortendienst, gleiches Recht auf Schulbesuch, verordnete die Einsetzung gemischter (muslimisch-christlicher) Tribunale, die Wehrpflicht der Christen bei Befugnis des Stellvertreterkaufs, das Recht des Grundeigentumserwerbs für Ausländer, unbedingte Toleranz etc. Der Hatt, der den Christen die Wehrpflicht für den von ihnen immer als etwas Feindliches betrachteten Osmanenstaat auferlegte, wurde von diesen mit ebensoviel Verdruss und Argwohn aufgenommen wie von den Muslimen aller Parteischattierungen mit patriotischem und religiösem Ingrimm; die türkischen Staatsmänner durften deshalb beanspruchen, dass der Pforte hinlängliche Zeit für die allmähliche Ausführung der Reformen gewährt werde. Durch den Pariser Frieden erhielt die Pforte von Russland die Donaumündungen, während ein anliegender Streifen Bessarabiens an die Moldau abgetreten wurde. Die Aufnahme der Pforte in die europäische Staatenfamilie und die Gewährleistung ihrer Unverletzlichkeit schienen die Stellung der Türkei in Europa beträchtlich zu heben; dagegen wurden durch die Erneuerung des Dardanellenvertrags und die Gewährung autonomer Stellung an die Donaufürstentümer, unter Bürgschaft der Vertragsmächte gegen Tributzahlung an die Pforte, ihre Selbständigkeit und ihre Macht erheblich verringert.

In der Tat wurden die Befugnisse der Pforte über die Vasallenstaaten, da das europäische Konzert, von dem die Türkei bloß einen Teil bildete, sich die oberste Entscheidung beimaß, mehr und mehr verringert. 1859 wurde auf Betreiben Frankreichs in der Moldau und der Walachei derselbe Mann, Cusa, zum Fürsten erwählt und so die Union faktisch durchgeführt. In Serbien wurde der der Pforte ergebene Alexander Karageorgievic 1858 zur Abdankung gezwungen; unter den zurückgerufenen Obrenovic wurde Serbien der Herd panslawistischer Agitationen, die 1861 auch einen Aufstand in der Herzogewina erregten. Dem Druck der Großmächte nachgebend, befahl die Pforte 1862 allen außerhalb der Festung Belgrad in Serbien lebenden Türken, auszuwandern, und schleifte mehrere Binnenbefestigungen. Die Reformen in den Immediatprovinzen gerieten bald ins Stocken; immerhin wurden neue Heerstraßen erbaut, Häfen angelegt, die Post besser eingerichtet und Telegraphenlinien gezogen. Die Kehrseite dieser Fortschritte bildete die Zerrüttung der Finanzen. Während des Krimkriegs war neben einer bedeutenden schwebenden Schuld im Inland eine Anleihe von 140 Mill. Mark in England aufgenommen worden; dieser folgten 1858, 1860 und 1861 drei weitere Anleihen. Die Ausgaben stiegen infolge der hohen Zinsen auf 280 Mill. Mark jährlich, während die Einnahmen 180 Mill. Mark betrugen. 1861 brach eine Handelskrisis aus, der man durch Ausgabe von 1250 Mill. Piaster Papiergeld mit Zwangskurs zu begegnen suchte. Die willkürlich verteilten und mit Härte eingetriebenen Steuern bedrückten die Bevölkerung schwer und führten in den Provinzen allmähliche Verarmung herbei, während die hohen Beamten und die Bankiers sich bereicherten.

Zerrüttung des Staates

Am 26. Juni 1861 starb Abdul Medschid; sein Nachfolger Abdul Asis (1861–76) galt als nüchtern, sparsam und energisch. Aber sein Eigensinn und das Missverhältnis zwischen Wollen und Können, Schwermutsanfälle und Despotenlaunen kühlten die Hoffnung auf Besserung bald ab. Die Minister wechselten rasch. die Staatseinkünfte wurden oft unsinnig verschwendet. Ränken der Mächte und Bestechungen der hohen Beamten durch Unternehmer waren Tür und Tor geöffnet. Außerdem verursachten der Fanatismus der muslimischen Bevölkerung und die steigende Unzufriedenheit der christlichen Untertanen neue Schwierigkeiten. Zu Dschidda in Arabien wurden im Juni 1858 der englische und französische Konsul ermordet. 1860 wurde im Libanon nach wiederholten Gewaltakten an Christen die friedliche maronitische Bevölkerung von Hasbaia, Raschaia und Deir el Kamer von Drusen massenhaft abgeschlachtet; in Damaskus erlagen unter heimlicher Zustimmung der Behörde 5000 Christen dem Fanatismus der Muslime. Entsetzt über die verübten Greueltaten verlangte die öffentliche Meinung ein Einschreiten der Großmächte. Bis aber diese über die Modalitäten eines solchen schlüssig geworden waren, verstrich einige Zeit. Der Großwesir Fuad Pascha wollte als Kommissar mit unbedingter Vollmacht durch zahlreiche Hinrichtungen in Damaskus und im Libanon eine Einmischung der Mächte unnötig machen. Doch erst durch die Absendung eines französischen Okkupationsheeres nach dem Libanon (im August) wurden die hochgestellten Förderer des Blutbades zur Strafe gezogen und über die Entschädigung der heimgesuchten christlichen Bevölkerung eine Einigung erzielt (Juni 1861). Der Libanon wurde zu einem besonderen, direkt von Konstantinopel abhängenden Verwaltungsbezirk gemacht und unter einen christlichen Statthalter (Wesir) gestellt.

Auch in der christlichen Bevölkerung der europäischen Türkei regte es sich unter dem Einfluss der panslawistischen und panhellenischen Agitationen. Auf Kreta, das sich im Frühjahr 1866 erhob, brach der Kampf im Frühjahr 1868 mit erneuter Heftigkeit aus; doch eine Pariser Konferenz der Mächte (Januar 1869) nötigte Griechenland, das den Aufstand unterstützte, sich dem türkischen Ultimatum zu unterwerfen. 1866 trat Serbien mit dem Verlangen der gänzlichen Beseitigung der türkischen Truppen hervor, und im April 1867 fügte sich die Pforte, da Österreich darauf drang. Als aber Ägyptens Vizekönig Ismail Pascha, dem der Sultan 1866 die Zustimmung zur neuen Thronfolgeordnung und 1867 den Titel Chedive mit erweiterten Befugnissen erteilt hatte, 1869 seine völlige Souveränität zu erlangen suchte, befahl ihm die Pforte (29. Aug.), seine Armee nicht über 30.000 Mann zu erhöhen, die im Bau begriffenen Panzerschiffe abzubestellen oder auszuliefern, ohne Genehmigung des Sultans keine Anleihen zu kontrahieren und selbständigen Verhandlungen mit fremden Mächten zu entsagen. Der Chedive unterwarf sich, erlangte jedoch im Juni 1873 durch ein großes Geldgeschenk und Erhöhung des Tributs alles, mit Ausnahme einer Vermehrung der Flotte.

Nachdem Fuad und A(a)li Pascha, die, mit Unterbrechungen, gegen 15 Jahre lang abwechselnd als Großwesir und Minister des Auswärtigen die Regierung tüchtig gehandhabt hatten, 1869 und 1871 gestorben waren, da schwand mit der Geschäftskunde auch das äußere Vertrauen mehr und mehr. Der Sultan behielt bei der Wahl seiner Räte nur das eine im Auge, ob sie ihn bei seinem Plan, durch Einführung des Rechtes der Erstgeburt seinen Sohn Jussuf zum Nachfolger zu bestimmen, unterstützen würden. Zunächst ernannte er den unwissenden und habgierigen Mahmud Nedim Pascha zum Großwesir. Gewissenlos wurden die Finanzen verwaltet. Prachtbauten, Neubeschaffung von Kanonen, Gewehren und Panzerschiffen verschlangen große Summen. Teure Telegraphen und Eisenbahnen, nach den Wünschen der Mächte und dem Vorteil der Unternehmer angelegt, dienten wenig dazu, die Hilfsquellen des Landes zu vermehren. Die nahezu erfolglose Erhöhung der Steuern, Verpachtung von Staatsgütern, von Einkünften und Gerechtsamen, Verminderung des Gehalts der mittleren und niederen Beamten vermehrten nur die Verarmung und Unzufriedenheit im Volk. Zu immer drückenderen Bedingungen mussten Darlehen aufgenommen werden. Am 6. Okt. 1875 erklärte sich die Pforte außerstande, von den Zinsen der äußeren Staatsschuld (5000 Mill. Frank) mehr als 50 Prozent zu bezahlen, dass sie aber über die verbleibenden 50 Prozent 5prozentige Obligationen ausstellen wolle, die später bar eingelöst werden sollten. Aber alle Versuche, der Misswirtschaft im Innern Einhalt zu tun, waren erfolglos. Im Juli 1872 hatte die patriotische Opposition Mahmud gestürzt; aber seine Nachfolger erlagen alle rasch den Ränken des russischen Botschafters Ignatiew, bis im August 1875 Mahmud wieder berufen ward.

Innere Unruhen und neuer Krieg mit Russland

Russland hatte unaufhörlich daran gearbeitet, seine durch den Krimkrieg verlorene Stellung im Orient wiederzugewinnen. Da Ignatiew in Griechenland nicht mehr einen ohnmächtigen Schützling, sondern einen gefährlichen Nebenbuhler sah, so vertrat er fortan neben der orthodoxen Kirche vor allem die Interessen der slawischen Untertanen der Türkei. Von ihm angestachelt, erlangten die Bulgaren im März 1870 die Errichtung eines vom griechischen Patriarchen in Konstantinopel unabhängigen Exarchats. Im Oktober 1870 forderte Russland, dass das Verbot des Pariser Friedens von 1856, auf dem Schwarzen Meer Kriegsschiffe zu halten, aufgehoben werde; auf der Londoner Konferenz im März 1871 fügte sich die Pforte dem von Bismarck unterstützten russischen Verlangen. Nach diesem Erfolg setzte Ignatiew seine Bemühungen, kein vernünftiges Verwaltungssystem aufkommen zu lassen, die Türkei mit Europa zu verfeinden und im Innern durch Unruhen zu zerbröckeln, fort; Mahmud Nedim Pascha wurde bestochen und der Sultan durch die Aussicht auf russische Unterstützung seines Thronfolgeplanes gewonnen.

1875 brach in der Herzegowina, angeblich durch Steuerdruck hervorgerufen, ein Aufstand aus. Durch zwei befestigte Lager hielt die Pforte Serbien in Schach und schnitt die Insurgenten von Montenegro ab; Ignatiew erzwang jedoch eine Verlegung der türkischen Truppen von der montenegrinischen Grenze. Da wurden in Saloniki 6. Mai 1876 der deutsche und der französische Konsul von fanatischen Muslimen, nicht ohne Verschulden der Behörden, ermordet. Die Pforte wurde rasch den strengen Genugtuungsforderungen der Mächte gerecht; doch ihre Isolierung stieg. Russland erlangte von den beiden verbündeten Kaiserhöfen die Zustimmung zu dem sogen. Gortschakowschen Memorandum, das die Schuld an dem Nichtgelingen der Befriedung der Herzegowina lediglich dem Sultan beimaß und unter Androhung wirksamerer Maßregeln einen zweimonatigen Waffenstillstand verlangte, um mit den Insurgenten wegen des Friedens zu unterhandeln.

Alle Schichten der osmanischen Nation waren überzeugt, dass Russland auf das Verderben der Pforte sinne, und dass Eigennutz und Unverstand den Großherrn und seinen ersten Wesir dem Erbfeind als Gehilfen zuführten. Am 10. Mai 1876 forderten bewaffnete Softas (theologische Studenten) Entlassung Mahmuds, Entfernung Ignatiews und Krieg gegen Montenegro. Umsonst suchte der Sultan durch Berufung Mehmed Rüschdis auf den Posten Mahmuds sich aus der Verlegenheit zu ziehen. Am 29. Mai vereinigte sich der neue Großwesir mit dem Kriegsminister Hussein Avni und Midhat Pascha, den ältesten Sohn Abd ul Medschids, Murad V., auf den Thron zu erheben. In der Nacht zum 30. Mai ward die Palastrevolution ohne Blutvergießen durchgeführt. Abd ul Asis wurde 4. Juni im Palast Tschiragan auf Befehl der Minister ermordet; man gab vor, er habe sich durch Aufschneiden der Pulsadern selbst getötet. Am 15. Juni wurden zwei Minister, darunter der energische Hussein Avni, im Haus Midhats von einem tscherkessischen Offizier ermordet.

Unterdessen war 4. Mai der von Russland vorbereitete Ausrottungskrieg der Bulgaren gegen ihre in der Minderzahl befindlichen muslimischen Mitbürger ausgebrochen, doch bald blutig gedämpft. Nunmehr überschritt Serbien 2. Juli die Grenze, um den aufständischen Nachbarprovinzen den Frieden wiederzugeben, durch Russland mit Geld, Waffen, Munition und Mannschaften unterstützt. Siege bei Alexinatz (Ende Oktober) eröffneten jedoch den Türken den Weg in das Herz Serbiens; aber ein Telegramm Alexanders II. aus Livadia vom 30. Okt. 1876 legte ihnen unter Androhung sofortigen diplomatischen Bruches binnen 24 Stunden Einstellung ihrer Operationen auf. Inzwischen war Murad V. wahnsinnig geworden (gest. 29. Aug. 1904); 31. Aug. 1876 folgte ihm sein Bruder Abdul Hamid II. Er unterzeichnete 31. Okt. die Waffenstillstandsakte, berief seine Truppen zurück und gewährte Serbien 28. Febr. 1877 einen Frieden unter Herstellung des Status quo ante.

Gleich nach dem Abschluss des serbisch-türkischen Waffenstillstandes hatte England eine Konferenz vorgeschlagen, die unter Wahrung der Integrität des Osmanenreiches für die slawischen Balkanprovinzen eine selbständige Verwaltung feststellen sollte. Bei ihrem Zusammentritt in Konstantinopel ließ Midhat Pascha, seit 22. Dez. 1876 Großwesir, den Sultan seinem Reich eine Verfassung oktroyieren, die, 23. Dez. 1876 publiziert, die völlige Rechtsgleichheit aller Pfortenuntertanen verkündete. Die Konferenz endigte ergebnislos. Nachdem sie selbst ihre Beschlüsse herabgemildert, wurden diese dem Großen Diwan (200 angesehenen Personen, darunter 60 Christen) zur Prüfung vorgelegt und einstimmig zurückgewiesen. Doch wurde der tatkräftige Midhat schon 5. Febr. 1877 verbannt und durch Edhem Pascha ersetzt. Daher hatte auch die erste Session der türkischen Kammer im Februar 1877 kein Ergebnis. Um so mehr fühlte sich Russland zu neuem Vorgehen ermutigt; nachdem es seine Rüstungen vollendet, erklärte es 24. April an die Türkei den Krieg. Im oberen Kurtal wurde 16. Mai die kleine Festung Ardahan von den Russen erobert. Im Juni gingen die Russen über die Donau, besetzten 6. Juli Tarnowo, überstiegen 12. Juli den Balkan, wiegelten die Bulgaren Nordthrakiens auf, erstürmten 19. Juli den Schipkapass, besetzten Jambol, Karlowo etc. im Süden des Balkans, eroberten Nikopoli an der Donau und belagerten Russe (Rustschuk). Aber bei dem Versuch, die befestigten Höhen von Plewna zu nehmen, erlitten die Russen 20., 21. und 31. Juli Niederlagen. In Thrakien von Suleiman Pascha angegriffen, zogen sie sich in den Schipkapass zurück; in der Donaugegend wurden sie über den Schwarzen Lom geworfen. Nunmehr nahmen sie die Bundesgenossenschaft der Rumänen an, erlitten aber bei Plewna 7.–12. Sept. abermals Niederlagen. Auch in Asien stritten sie bei Sewin unglücklich und wurden auf ihr eignes Gebiet zurückgeworfen, bis sie 15. Okt. auf dem Aladjaberg siegten. Am 18. Nov. ergab sich Kars, und die Türken wurden nach Erzerum zurückgetrieben. In Bulgarien aber besiegelte der Fall des heldenmütig verteidigten Plewna (10. Dez.) den Verlust der westlichen Bulgarei, in welche die Serben eindrangen, während die Montenegriner in Albanien vorrückten. Anfang 1878 überschritten die Russen den Balkan an mehreren Stellen. Die Armee Suleimans wurde bei Philippopel völlig zersprengt, die Schipkaarmee gefangen genommen und 31. Jan. 1878 in Adrianopel von den Russen, die bis an die Tore Konstantinopels vorgedrungen waren, der Waffenstillstand diktiert. Diesem folgte 3. März der Friede von Santo Stefano. Rumänien und Serbien wurden unabhängig, letzteres und Montenegro vergrößert, die Dobrudscha und ein Teil von Armenien abgetreten, ein autonomes Fürstentum Bulgarien, das außer dem eigentlichen Bulgarien einen Teil Rumeliens und Mazedoniens umfasste, gebildet und die Zahlung einer beträchtlichen Kriegsentschädigung der Türkei auferlegt.

Die Ausführung des Friedens verzögerte sich indes infolge des Konflikts zwischen Russland und England, das eine Flotte in das Marmarameer einlaufen ließ. Während die Mächte sich eifrig bemühten, durch einen Kongress eine friedliche Lösung der orientalischen Wirren herbeizuführen, fehlte es in Konstantinopel an jeder klaren Haltung; Minister kamen und gingen. Die während des Krieges einberufenen Kammern waren schon 14. Febr. aufgelöst und der Traum einer »osmanischen Verfassung« erledigt worden. Eine Verschwörung zugunsten Murads wurde 20. Mai 1878 versucht, aber blutig unterdrückt. Am 28. Mai ward Mehmed Rüschdi Pascha wieder zum Großwesir ernannt; dieser schloss 4. Juni einen geheimen Vertrag, wonach England den Schutz der asiatischen Besitzungen der Türkei übernahm, solange Russland nicht seine Eroberungen in Armenien herausgegeben haben würde, und dafür das Recht erhielt, Zypern zu besetzen. Savfet Pascha, seit 4. Juni Großwesir, leitete die türkische Politik während des Berliner Kongresses (13. Juni bis 13. Juli 1878). Dadurch fielen Aladschkert und Bajesid in Armenien an die Pforte zurück; Bulgarien wurde auf das Gebiet nördlich vom Balkan nebst Sofia beschränkt, der südliche Teil (ohne Mazedonien und den Küstenstrich) als Provinz Ostrumelien (s. d.) unter türkischer Oberhoheit belassen. Dagegen wurde Österreich 28. Juni mit der Okkupation Bosniens und der Herzegowina beauftragt (durchgeführt im August). Ferner wurde Griechenland das Recht zuerkannt, auf Abtretung des südlichen Thessalien und Epirus mit Larissa und Janina Anspruch zu erheben. Die Pforte erkannte zwar den Berliner Vertrag vom 13. Juli an, beeilte sich aber nicht mit seiner Ausführung. Der endgültige Friede mit Russland wurde 8. Febr. 1879 unterzeichnet und die Kriegsentschädigung auf 802 Mill. Frank festgesetzt. Für Bosnien und die Herzegowina wahrte sich die Pforte durch die Konvention vom 21. April 1879 mit Österreich die Souveränität des Sultans.

Neueste Zeit

Die Macht des osmanischen Reiches war durch den Berliner Frieden erheblich geschwächt worden, und die große Finanznot setzte die Autorität der Pforte im Lande selbst herab. Die Griechen erlangten auf der Berliner Konferenz 1880, dass die Pforte 3. Juli 1881 fast ganz Thessalien und den epirotischen Bezirk Arta abtrat. In Albanien musste sie 1880 ihre eigenen Untertanen in Dulcigno mit Gewalt zur Unterwerfung unter Montenegro nötigen. Ihr Versuch, 1879 bei der Absetzung des Chedive von Ägypten ihre Hoheitsrechte zu vermehren, wurde durch den Einspruch der Mächte vereitelt; ihre Untätigkeit während der von Arabi Pascha 1882 verursachten Unruhen ermöglichte England, Ägypten militärisch zu besetzen. Das 1871 enger an das türkische Reich gekettete Tunis ging 1881 an Frankreich verloren. Dennoch hatte die Pforte, während sie den Anmaßungen Englands ruhig entgegentrat, an Deutschland und Österreich seit Auflösung des Dreikaiserbündnisses eine immer wirksamere Stütze gewonnen, wodurch es ihr möglich wurde, ihren Besitzstand in Europa zu behaupten und ihren Einfluss in Afrika und Asien zu vermehren. Im Innern scheiterte allerdings ein Reformversuch, den der zum Großwesir ernannte Chaireddin Pascha (s. d.) 1879 machte, an dem Widerstand der alttürkischen Partei, Osmans und Mahmud Damats. Indes befreite sich der Sultan allmählich von diesem verderblichen Einfluss. Deutsche Finanzbeamte brachten 1881 eine durch Irade vom 20. Dez bestätigte Einigung mit den Gläubigern zustande, durch die der Betrag der Staatsschuld von 250 auf 106 Mill. Pfd. Sterl. herabgesetzt und für diese ein zunächst auf mindestens 1 Proz. reduzierter Zinsfuß, zugleich aber auch eine Amortisation von ⅓ Proz. und deren Zahlung durch Garantie mehrerer Einkünfte gesichert wurde. Zur Vermehrung der Einnahmen wurde 1883 die Tabaksregie eingeführt. Deutsche Offiziere begannen auf Grund eines 1880 vom Sultan genehmigten Plans eine Reorganisation des Heerwesens und arbeiteten ein Militärgesetz für das ganze Reich aus, das 1887 in Kraft trat. Als 18. Sept. 1885 der Generalgouverneur von Ostrumelien, Chrestowitsch, in Philippopel gestürzt wurde und Alexander von Bulgarien diese türkische Provinz mit seinem Fürstentum vereinigte, gab die Pforte im Februar 1886 ihre Zustimmung, dass der Fürst von Bulgarien zum Generalgouverneur von Ostrumelien ernannt wurde. Auch alle weiteren Ereignisse in Bulgarien (Sturz des Fürsten Alexander im August 1886 u. a.) ließ sie geschehen, ohne sich anders als diplomatisch einzumischen, und gab damit tatsächlich die Herrschaft über Ostrumelien auf. Doch nötigte die kriegslustige Haltung Serbiens und Griechenlands die Türkei zur Aufstellung einer großen Heeresmacht, so dass sie neue Anleihen bei der Ottomanischen Bank machen und einträgliche Zölle verpfänden musste. 1889 gab ein Schiedsspruch der Türkei die Verfügung über die von Baron Hirsch gebauten Eisenbahnen teilweise zurück. Auch begann nun der Bau von Eisenbahnen in Kleinasien.

Als Grundübel erwiesen sich immer wieder die Unfähigkeit und Unzuverlässigkeit der Behörden; der Sultan blieb in seinem Palast eingeschlossen und von seiner Umgebung mehr und mehr abhängig. In Armenien wurden die versprochenen Reformen nicht durchgeführt und den Räubereien der Kurden nicht gesteuert. Infolgedessen brachen 1894 Unruhen aus, die durch die Muslime blutig erstickt wurden; auch Truppen beteiligten sich an der Niedermetzelung von Christen. Als armenische Verschworene 26. Aug. 1896 die Ottomanische Bank in Konstantinopel überfielen, ließ die türkische Regierung ein mehrtägiges Gemetzel unter der armenischen Bevölkerung zu. Die Mächte forderten Reformen (s. Zeitun); aber die Ausführung ging langsam vor sich; noch 1900 gab es dort neue Unruhen. Ein neuer Aufstand in Kreta schien 1896 durch weitgehende Zugeständnisse des Sultans beendigt zu sein. Da jedoch die versprochenen Reformen verschleppt wurden, brach der Aufstand 1897 von neuem aus und wurde nun offen von Griechenland unterstützt. Durch Einfälle in Mazedonien forderte die Türkei zum Krieg heraus (17. April 1897). Trotz ihrer Siege in Thessalien begnügte sich die Türkei schließlich mit einer Kriegsentschädigung von 75 Mill. Mark und mit einer geringen Verbesserung der mazedonisch-thessalischen Grenze (Friede zu Konstantinopel vom 4. Dez. 1897). Die türkische Herrschaft über Kreta hörte 1898 auf, obwohl die wiederholt erstrebte völlige Vereinigung der seit dem Rücktritt des Prinzen Georg (im September 1906) unter Zaimis als Oberkommissar stehenden Insel mit Griechenland heute noch nicht erreicht ist.

Überblickt man die türkische Geschichte des letzten Jahrzehnts, so fällt einem vor allem die große Beharrlichkeit und Zähigkeit auf, womit auch die hartnäckigsten Reformbestrebungen der nächstbeteiligten Großmächte, Russlands und Österreichs, die immer noch nicht genügend mit der inneren Verschiedenheit des Orients von Europa zu rechnen gelernt haben, durch passiven Widerstand vereitelt werden. Es war kein freundliches Bild, das sich dem Sultan darbot, als er 31. Aug. 1901 die Feier der 25jährigen Dauer seiner Regierung beging; aber trotz aller Versuche von innen und von außen, die Zustände gewaltsam zu ändern, besteht das osmanische Reich noch heute.

Die Reformpartei der Jungtürken (s. d.), hervorgegangen aus der Unzufriedenheit mit dem unkonstitutionellen Regiment, hat zwar schon verschiedene Male (namentlich 1901 und 1904) schwere Beunruhigungen verursacht, da sich ihre Mitglieder teilweise aus den höchsten Kreisen und sogar der Verwandtschaft des Padischahs selbst rekrutieren; doch erreicht hat sie bisher nichts Greifbares, da die Pforte den Umtrieben stets scharf begegnete. Und während es auf der einen Seite auch in den letzten Jahren keineswegs an gefährlichen Aufständen an der Peripherie des Reiches (besonders 1904/05 in Südarabien; s. Sanaa) gefehlt hat, ist anderseits eine auffallende Stärkung des panislamischen Gedankens unverkennbar; sie erstreckt sich bis nach Südostasien sowohl wie bis ins Hinterland von Tripolitanien und den mittleren Sudan. Hier hat man das wiederholte Zurückweichen der Pforte vor schroffem Durchdrücken von alten Rechten und neuen Forderungen seitens der Großmächte (Aufhebung der fremden Postämter im Mai 1901; französische Kais zu Konstantinopel Juli bis November 1901 und Februar bis März 1905; nordamerikanische Mission in Kleinasien im August 1904; internationale Flottendemonstration vor Mytilini im Dezember 1905; angloägyptischer Grenzstreit Akaba-Tabah März bis Mai 1906) stets als eigene Demütigung mitempfunden.

An Stelle des griechisch-katholischen ökumenischen Patriarchen Konstantin V. (April 1897 bis April 1901) wurde 7. Juni 1901 der am 11. April 1884 abgesetzte Joachim III. (vom Athos) wiedergewählt und 11. Juni durch den Sultan bestätigt. Doch seit der Abtrennung des bulgarischen Exarchats (1872) und dem von Rumänien geförderten Aufkommen kutzowalachischer Sonderwünsche (s. Aromunen, Zinzaren) hat das kirchliche Ansehen des Patriarchats an Gewicht verloren, und politisch versagt es völlig. Die Spannung zwischen der Pforte und Bulgarien hat sich seit dem Abkommen vom 13. April 1904 merklich gemildert. Dagegen ist Mazedonien nebst den benachbarten Provinzen nach wie vor der Tummelplatz fast anarchisch sich gebärdender, unruhiger Elemente griechischer, serbischer und bulgarischer Nationalität. Die auf Grund der Mürzsteger Punktation vom 1. Okt. 1903 Anfang 1904 geschaffene internationale Gendarmerie, deren Kosten schließlich eine Erhöhung der türkischen Eingangszölle von 8 auf 11 Prozenzt herbeiführten (9. Nov. 1906), hat sich als nahezu ohnmächtig erwiesen. Mehr ist von der eigenen Justizreform Mazedoniens (Plan vom September 1907) zu erhoffen.

Die auswärtigen Beziehungen sind korrekt mit Ausnahme derer zu Persien, die, durch Kurden in dem 1878 Persien zugesprochenen, von der Pforte aber formell niemals ausgelieferten Grenzbezirke Passowa gestört, noch Ende 1907 sehr zu wünschen übrigließen. Das freundschaftliche Verhältnis zum Deutschen Reich hat sich seit der Orientfahrt Kaiser Wilhelms II. (im Herbst 1898) wiederholt in wirtschaftlichen Fragen (Eisenbahnbau nach Bagdad und Meliorationen in Kleinasien, Mesopotamien und Syrien) als für beide Teile vorteilhaft bewährt.

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Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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