Französischer Kaiser Napoleon I. Bonaparte

Napoleon Bonaparte

Napoleon I. Bonaparte, Kaiser der Franzosen, geb. 15. Aug. 1769 (nicht 5. Febr. oder 7. Jan. 1768) in Ajaccio auf der Insel Korsika, gest. 5. Mai 1821, Sohn von Carlo Bonaparte (s. d.) und der Letizia Ramolino, wird auf Betreiben seines Vaters, der sich nach der Besetzung Korsikas durch Frankreich der französischen Regierung angeschlossen hat, 1779 in die Kriegsschule zu Brienne aufgenommen. Nachdem er auf der Kriegsschule in Paris 1786 die Prüfung bestanden, wird er Unterleutnant im Regiment Lasère, das in Valence, dann in Paris, Douai und Auxonne in Garnison steht. Die bedrängte Lage seiner Familie nach dem frühen Tode seines Vaters (1785) nötigt ihn zu der einfachsten Lebensweise, deren Grundsätze er in dem »Discours sur les vérités et les sentiments qu’il importe le plus d’inculquer aux hommes pour leur bonheur«, der Beantwortung einer Preisfrage der Lyoner Akademie, niederlegt; die Arbeit erhält nicht den Preis.

Beim Ausbruch der Revolution 1789 ist er Oberleutnant in Grenoble und begibt sich bei der Auflösung der Armee nach Korsika, wo er sich anfangs dem Vorkämpfer der korsischen Freiheit, Paoli, anschließt und deren Sache in dem Brief an Matteo Buttafuoco (1791) in leidenschaftlicher Sprache verteidigt. 1792 geht er nach Paris und wird hier Zeuge des Sturzes der Monarchie. Hierbei empfindet er nur Verachtung über die Schwäche der Regierung; aber er erkennt zugleich, dass die hereinbrechende Anarchie seinem Ehrgeiz die freieste Bahn und das höchste Ziel bietet. Daher sagt er sich vom korsischen Patriotismus los, wählt Frankreich zu seinem Vaterland und macht im Mai 1793 einen freilich vergeblichen Versuch, durch Überrumpelung der Zitadelle von Ajaccio diese Stadt den Franzosen zu erhalten. Von den Korsen als Vaterlandsverräter geächtet, schreibt er im Juli 1793 das für seinen berechnenden und rücksichtslos tatkräftigen Charakter sehr bezeichnende Werkchen »Le souper de Beaucaire« (Avignon 1793), worin er Paoli schmäht und den Staatsstreich der Bergpartei gegen die Gironde rechtfertigt.

Sein Landsmann Salicetti, der Konventskommissar bei der Belagerungsarmee von Toulon ist, zieht ihn zu derselben. Napoleon erkennt sofort, dass die Erstürmung des Forts Mulgrave und die Besetzung des Vorgebirges L’Eguillette die Engländer zur Räumung des Hafens zwingen muss, und führt, als chef de bataillon mit dem Oberbefehl betraut, 18. Dez. 1793 das Unternehmen aus, worauf die englische Flotte absegelt und die Stadt sich ergibt. Der Lohn ist seine Ernennung zum Brigadegeneral der Artillerie (6. Febr. 1794). Im März wird er der italienischen Armee zugeteilt, aber dann, da er mit dem jüngeren Robespierre befreundet ist, in dessen Sturz (27. Juli 1794) verwickelt, des Verrats angeklagt und verhaftet. Zwar wird er wieder freigelassen, aber im Juli 1795 aus den Listen der Armee gestrichen.

Figuren

Ohne Vermögen, niedergedrückt von seiner Armut, lebt Napoleon eine Zeitlang in Paris in völliger Zurückgezogenheit, bis ihm der Aufstand vom 13. Vendémiaire die ersehnte Gelegenheit bietet, emporzukommen. Auf Empfehlung Barras’ mit dem Oberbefehl der zum Schutz des Konvents zusammengezogenen Truppen betraut, schlägt er durch Kartätschenfeuer den Angriff der insurgierten Sektionen auf die Tuilerien ab, wird vom Konvent als »Retter der Versammlung, der Republik und des Vaterlandes« begrüßt und 23. Febr. 1796 zum Oberbefehlshaber der italienischen Armee ernannt. Nachdem er sich 9. März mit Josephine, der erheblich älteren Witwe des Generals Beauharnais, deren Gönner Barras ist, vermählt hat, übernimmt er 26. März in Nizza den Befehl über das 37.000 Mann starke, kriegsmutige Heer und beginnt 10. April 1796 den glänzenden Feldzug in Italien, der sein Feldherrngenie im strahlendsten Licht zeigt.

Nach dem er durch die Gefechte von Millesimo (13. April) und Dego (14. April) die Österreicher und Piemontesen getrennt hat, schlägt er die letzteren bei Ceva und Mondovi (20. und 21. April) und zwingt den König von Sardinien zu einem Waffenstillstand (28. April). Die Österreicher besiegt er bei Fombio, erstürmt die Brücke von Lodi (10. Mai) und zieht 15. Mai in Mailand ein. Er kettet Soldaten und Offiziere durch Siegesruhm und Beute immer fester an sich und macht sich durch die hohen Kontributionen, die er den eroberten Ländern auflegt und nebst den wertvollsten Kunstschätzen nach Paris schickt, dem Direktorium unentbehrlich.

Ende Mai belagert er Mantua. Einen Angriff Wurmsers schlägt er bei Castiglione (5. Aug.) und bei Bassano (8. Sept.) zurück und schließt ihn in Mantua ein, dessen Entsatz er durch die Siege bei Arcole (15.-17. Nov.) und bei Rivoli (14. Jan. 1797) vereitelt, und das sich 2. Febr. ergeben muss. Nachdem er durch einen raschen Vorstoß in die Marken den Papst zum Frieden von Tolentino (19. Febr.) gezwungen, dringt er durch Friaul, Krain und Kärnten bis nach Steiermark vor und erzielt durch diese Kühnheit auch den Präliminarfrieden von Leoben (18. April), in dem Österreich gegen Überlassung Venetiens die Lombardei und das linke Rheinufer abtritt, und der am 17. Okt. im Frieden von Campo Formio bestätigt wird, nachdem Napoleon in gewalttätigster Weise der Republik Venedig ein Ende gemacht hat.

Nach seiner Rückkehr nach Paris (5. Dez.) wird Napoleon der Sitz Carnots im Institut eingeräumt. Im Jahr 1798 schlägt er, da England direkt nicht angreifbar ist, die Unternehmung gegen Ägypten (s. Ägyptische Expedition) vor, zu der das Direktorium auch seine Zustimmung gibt, um den allzu mächtigen General zu entfernen. Er beabsichtigt, durch Besetzung dieses wichtigen Landes die Herrschaft über den Weg nach Indien zu erwerben. Am 19. Mai 1798 verlässt Napoleon mit der Expedition Toulon, bemächtigt sich durch einen Handstreich Maltas und landet 30. Juni in Alexandria. Nachdem er 6. Juli die Mamluken bei den Pyramiden von Gizeh geschlagen, hält er 25. Juli seinen Einzug in Kairo.

Da die Vernichtung der französischen Flotte bei Abukir (1. Aug.) ihn von Europa abschneidet, und er Angriffe der Türken gewärtigen muss, beschließt er im Februar 1799, ihnen durch einen Einfall in Syrien zuvorzukommen, und dringt bis Akkon (St.-Jean d’Acre) vor, sieht sich aber, da 14 Stürme auf Akkon von den Engländern und Türken abgeschlagen werden und die Pest in seinem Heer wütet, genötigt, im Mai den Rückzug anzutreten. In Ägypten wirft er 25. Juli bei Abukir ein türkisches Landungsheer zurück, dann aber lässt er, von den Unfällen der Franzosen in Italien und am Rhein und von der unsicheren Stellung des Direktoriums unterrichtet, sein Heer im Stich und schifft sich mit seinen vertrautesten Offizieren 22. Aug. auf zwei Fregatten heimlich ein. Unbemerkt von den Engländern, landet er 9. Okt. 1799 in Fréjus.

Das französische Volk begrüßt ihn als Retter des in Auflösung begriffenen Staates. Napoleon ist entschlossen, sich der Gewalt zu bemächtigen. Sofort beginnen die Verschworenen, zu denen außer Napoleons Brüdern, Joseph und Lucian, Sieyès, Talleyrand und Fouché sowie die meisten Generale gehören, die Vorbereitungen zum Umsturz der Direktorialregierung, der am 18. Brumaire (9. Nov.) erfolgen soll. An diesem Tage wird von dem zum Teil eingeweihten Rate der Alten der Rat der Fünfhundert nach St.-Cloud verlegt und Napoleon mit dem Oberbefehl über die Truppen der Hauptstadt beauftragt. Barras wird von Talleyrand zum Verzicht bewogen, die beiden Direktoren Moulins und Gohier von Moreau gefangen gehalten.

Am 19. Brumaire (10. Nov.) besetzt Napoleon die Zugänge zum Sitzungssaal der Fünfhundert und lässt, als die Abgeordneten seine verworrene Rede mit seiner Achtserklärung beantworten, mit Hilfe des Präsidenten, seines Bruders Lucian, die Deputierten durch Grenadiere mit gefälltem Bajonett verjagen, 67 Mitglieder für ausgestoßen erklären, beide Räte bis zum 20. Febr. 1800 vertagen und eine Kommission zur Revision der Verfassung sowie ein provisorisches Konsulat, aus Napoleon, Sieyès und Roger Ducos bestehend, erwählen. Der Rat der Alten erteilt diesen Beschlüssen seine Genehmigung.

Durch die Verfassung des Jahres VIII, die bereits im Dezember 1799 verkündet wird, erhielt Napoleon unter dem Titel eines Ersten Konsuls auf zehn Jahre die volle Gewalt eines konstitutionellen Fürsten; die beiden anderen Konsuln, Cambacérès und Lebrun, haben nur eine beratende Stimme. Durch Besetzung der zahlreichen Staatsämter mit seinen Anhängern belohnt er seine alten und gewinnt neue. Seine Wohnung verlegt er in die Tuilerien und bildet einen glänzenden Hof. Der Mehrzahl der Emigranten wird die Rückkehr gestattet und der Krieg in der Vendee durch kluge Maßregeln beendet. Fouché organisiert eine furchtbare Polizei, welche die Tagespresse unterdrückt und die Parteien sprengt. Die innere Verwaltung wird nach dem Prinzip mechanischer Zentralisation, wie sie dem mathematisch angelegten Geist Napoleons entspricht, umgeformt und ist eine Hierarchie von einander übergeordneten Diktaturen, die in der des Ersten Konsuls gipfelt.

Napoleon handhabt diese Maschine, die allmählich das ganze geistige und materielle Leben der Nation regelt, mit überlegener Intelligenz, mit bewundernswerter Einsicht und Sachkenntnis, aber auch mit grenzenloser Verachtung aller idealen Gesichtspunkte. Gleichwohl befestigt sich die neue Regierung rasch und ohne Widerspruch, da das Volk der politischen Aufregungen überdrüssig ist. Zudem verschafft ihm Napoleon durch überraschende Erfolge einen ehrenvollen, vorteilhaften Frieden. Napoleon überschreitet im Mai 1800 den Großen St. Bernhard und siegt in der Schlacht bei Marengo (14. Juni), worauf die Österreicher Italien bis zum Mincio räumen. Nach dem Siege Moreaus bei Hohenlinden (3. Dez.) schließt Österreich 9. Febr. 1801 den Frieden von Lunéville, und nachdem Napoleon Ägypten preisgegeben und dadurch den Frieden mit der Pforte (1. Okt. 1801) ermöglicht hat, verständigt sich auch England zum Frieden von Amiens (27. März 1802).

Die Stiftung der Ehrenlegion und das Konkordat mit dem Papst (15. Juli 1801) verstärken die Macht des neuen Regiments über das Volk, so dass Napoleon es wagen kann, sich 11. Mai 1802 durch ein Plebiszit (3 Mill. Stimmen gegen wenige tausend) zum Konsul auf Lebenszeit wählen zu lassen. Die Mitglieder der Opposition im Tribunal und im Gesetzgebenden Körper werden im Januar 1802 ausgestoßen. Ein Attentat auf Napoleon (24. Dez. 1800) gibt den Anlass, eine Anzahl Jakobiner hinzurichten und 130 Republikaner zu deportieren. Eine royalistische Verschwörung wird durch Verhaftung ihrer Häupter, Cadoudal und Pichegru (im März 1804), unschädlich gemacht, wobei sich Napoleon auch eines verhassten Nebenbuhlers, Moreaus, durch Verbannung entledigt; noch schärfer trifft er die Familie Bourbon und setzt die Welt in Schrecken durch die Mordtat an dem Herzog von Enghien (21. März 1804), deren Verantwortung trotz aller Heuchelei und Lügen Napoleons selbst und seiner Helfershelfer allein auf Napoleon fällt.

Auf Antrag des von Napoleon dazu bestimmten Senats wird Napoleon 20. Mai 1804 in Paris zum erblichen Kaiser der Franzosen proklamiert. Das darauf veranstaltete Plebiszit bestätigt die Thronerhebung mit 3,572,329 Stimmen. Am 2. Dez. 1804 findet die Kaiserkrönung, zu der Papst Pius VII. nach Paris kommt, unter großem Pomp in der Kirche Notre-Dame statt. Am 26. Mai 1805 folgt dann im Dom zu Mailand die Krönung mit der Eisernen Krone der Lombardenkönige.

Die Errichtung der neuen Monarchie hat die Steigerung des Despotismus im Innern zur Folge. Nach außen handelt Napoleon ganz nach Willkür und reißt die Nation in seine Eroberungspolitik fort. Sein heißester Wunsch ist, England zu demütigen. Nachdem die Besetzung Hannovers (1803) wirkungslos geblieben, bereitet er in Boulogne eine Landung vor, die sich indes schließlich als unausführbar erweist. Die Bildung einer neuen Koalition gegen seine gewalttätige Politik besonders in Italien, die Pitt im August 1805 zustande bringt, und die aus England, Österreich, Russland und Schweden besteht, gibt ihm den Anlass, mit dem kriegsbereiten Heer von 200.000 Mann sich nach Süddeutschland zu wenden. Hier zertrümmert er das österreichische Heer unter Mack und zwingt den Rest zur Kapitulation von Ulm (17. Okt.), zieht 13. Nov. in Wien ein und schlägt in der Dreikaiserschlacht von Austerlitz (2. Dez.) die verbündeten Österreicher und Russen; schon 26. Dez. schließt Österreich den Pressburger Frieden, in dem es Napoleon Deutschland und Italien preisgibt.

Napoleon verfügt nun ganz nach seinem Belieben über diese Länder: sein Stiefsohn Eugen Beauharnais wird Vizekönig von Italien, sein Bruder Joseph König von Neapel, sein Bruder Ludwig König von Holland, sein Schwager Joachim Murat Großherzog von Berg; seine Schwester Elise erhält Lucca, Massa e Carrara, seine Schwester Pauline Guastalla. Ein Familienstatut vom 31. März 1806 erklärt Napoleon zum Haupt der Bonaparteschen Familie und deren sämtliche Glieder nebst ihren Herrschaften zu seinen Vasallen. In Deutschland gründet er 17. Juli 1806 den Rheinbund, dessen Protektorat er übernimmt. Er verfügt unbeschränkt über dessen militärische Kräfte, mischt sich aber auch in die inneren Angelegenheiten der Bundesstaaten, führt französische Institutionen ein und unterdrückt alle Regungen des beleidigten Nationalgefühls durch Gewalttaten, wie die Hinrichtung des Buchhändlers Palm in Braunau (27. Aug.).

Unersättlich in seiner Ruhmbegierde und Eroberungssucht, wirft er sich nun auf Preußen, das durch schwächliche Politik seine Verachtung und seinen Hass erweckt hat. Der Sieg von Jena (14. Okt. 1806) und die schmähliche Haltung der preußischen Heerführer liefern ihm mit einem Schlag Preußen in die Hände. Am 27. Okt. hält Napoleon seinen Einzug in Berlin, von wo er 21. Nov. das Dekret über die Kontinentalsperre gegen den englischen Handel erlässt. In Polen, wo ihm die Preußen zu Hilfe kommenden Russen entgegentreten, gerät sein Siegeszug im Winter von 1806 bis 1807 ins Stocken, und bei Preußisch-Eylau (7. und 8. Febr.) erkämpft Napoleon trotz ungeheurer Verluste keinen Sieg. Nach längerer Untätigkeit in schwieriger Lage bringt er aber 14. Juni bei Friedland den Russen eine entscheidende Niederlage bei, worauf er mit Kaiser Alexander 25. Juni auf der Memel bei Tilsit die Zusammenkunft hat, in der er Polen opfert und Alexander mit der Hoffnung auf die Herrschaft über Nord- und Osteuropa schmeichelt, dadurch aber ihn ganz für sich gewinnt und bewegt, Preußen preiszugeben, das er zur Abtretung der Hälfte seines Gebietes nötigt.

Napoleon hat in Tilsit seinen Plan, eine Weltherrschaft zu begründen, der Verwirklichung näher gebracht; im mittleren und westlichen Kontinent von Europa schaltet er als unbedingter Herr. Aber es liegt sowohl im System des Cäsarismus als im Charakter Napoleons selbst, dass sein Ehrgeiz und seine gewalttätige Herrschaft keine Schranken in dem Recht und der Freiheit anderer anerkennen wollen. Nachdem er 1807 Portugal hat besetzen lassen, weil es England nicht seine Häfen sperrt, benutzt er 1808 den in der spanischen Königsfamilie ausgebrochenen Streit zwischen Karl IV. und seinem Sohn Ferdinand VII., um beide im Mai zu Bayonne zum Verzicht auf den Thron zu bewegen, den er darauf seinem Bruder Joseph verleiht, während Murat König von Neapel wird.

Aber in Spanien stößt er bei dem stolzen, streng katholischen Volk auf ungeahnte Schwierigkeiten, die mit der Kapitulation eines französischen Heeres bei Baylen (21. Juli) beginnen. Die Erhebung des spanischen Volkes und das Eingreifen der Engländer unter Wellington, die nach der Vernichtung der letzten französischen Flotte bei Trafalgar (1805) nun auch auf dem Kontinent Napoleon entgegenzutreten vermögen, reiben Napoleons Kräfte auf. Deshalb erneuert Napoleon sein Bündnis mit Kaiser Alexander auf der Zusammenkunft in Erfurt (27. Sept. bis 14. Okt. 1808). Darauf eilt er mit 80.000 Mann nach Spanien und drängt die Engländer nach Valladolid zurück, sieht sich dann aber durch die Nachricht von Österreichs drohenden Rüstungen genötigt, umzukehren.

Obwohl selbst die Vertrauten des Kaisers, wie Fouché und Talleyrand, Missvergnügen über seinen maßlosen Ehrgeiz zeigen, auch in der Armee eine gewisse Kriegsmüdigkeit sichtbar wird, führt Napoleon den Krieg gegen Österreich 1809 wieder mit gewohnter Energie und Schnelligkeit, treibt die Österreicher bei Regensburg in fünftägigen Kämpfen (19. bis 23. April) mit einem Verlust von 50.000 Mann nach Böhmen zurück, zieht 13. Mai zum zweitenmal in Wien ein, und nachdem er nach der Niederlage bei Aspern (21. u. 22. Mai) eine schwere Krisis infolge der Untätigkeit seines Gegners glücklich überwunden hat, bringt er durch den Sieg bei Wagram (5. und 6. Juli) den Krieg im Frieden von Wien (14. Okt. 1809) zum günstigen Abschluss.

Der unglückliche Verlauf des Krieges in Spanien, die Erhebung Tirols, die Aufstandsversuche in Deutschland, endlich das Attentat von Staps (12. Okt.) hätten Napoleon auf die erwachenden nationalen Kräfte aufmerksam machen können; doch glaubt er, durch rücksichtslose Gewalt der »Ideologie« Herr zu werden. Der Kirchenstaat wird 1809 mit dem Kaiserreich vereinigt und der dagegen protestierende Papst nach Frankreich abgeführt. Nachdem 1810 auch Holland und die deutschen Nordseeküsten einverleibt worden sind, erstreckt sich das Kaiserreich bis zur Ostsee und den Ionischen Inseln, umfasst 130 Departements, und, die Vasallenstaaten eingerechnet, verfügt Napoleon über 100 Mill. Menschen. Um dies ungeheure Reich an einen Sohn zu vererben und so seine Zukunft zu sichern, lässt er durch einen Senatsbeschluss vom 15. Dez. 1809 seine kinderlose Ehe mit Josephine scheiden und vermählt sich 1. April 1810 mit der Erzherzogin Marie Luise, der Tochter des Kaisers Franz I., die ihm 20. März 1811 einen Sohn gebährt, der bei seiner Geburt den Titel eines Königs von Rom empfängt. Napoleon glaubt das Reich der römischen Kaiser erneuert und für seine Dynastie gesichert zu haben. Die alte Hofetikette, der Erbadel, die Zensur, ja auch die »lettres de cachet« werden wiederhergestellt.

Das 1808 erneuerte Bündnis mit Russland ist bei Napoleons Herrschsucht nicht aufrecht zu erhalten. Russland will sich die Kontinentalsperre nicht länger gefallen lassen und hebt sie teilweise auf, Napoleon gönnt Russland seine Erfolge im Türkenkrieg nicht und beleidigt Alexander durch die Annexion Oldenburgs, des Fürstentums seiner Verwandten. Durch das Ungeheure, Ungewohnte seines Unternehmens, eines Zuges gegen Russland, für den er in Frankreich neue Aushebungen veranstaltet, die Vasallenheere aufbietet und Österreich sowie Preußen zur Stellung von Hilfstruppen zwingt, gedenkt Napoleon seinen Gegner einzuschüchtern und zur Unterwerfung zu zwingen. Mit 450.000 Mann, der Großen Armee, überschreitet er 24. Juni 1812 den Niemen und dringt in das Innere Russlands ein. Da die Russen sich defensiv verhalten und nur Rückzugsgefechte liefern, erreicht Napoleon Mitte August schon Smolensk, wo er den Russen 17. Aug. eine siegreiche Schlacht liefert.

Nach dem blutigen Sieg bei Borodino an der Moskwa (7. Sept.) zieht er 14. Sept. in Moskau ein. Der von den Russen selbst angelegte Brand der Stadt macht die Winterquartiere daselbst unmöglich, und nachdem er einen Monat vergeblich die Antwort auf seine Friedensanträge aus Petersburg erwartet hat, tritt er 19. Okt. mit seinem erschöpften Heer von nur noch 100.000 Mann den Rückzug von Moskau an, der infolge des frühen Winters, des Mangels an Lebensmitteln und der russischen Verfolgung mit dem Untergang der Großen Armee endet. Mit 40.000 Mann und wenig Geschützen erreicht Napoleon 9. Nov. Smolensk; die Kämpfe beim Übergang über die Beresina (25.-28. Nov.) vollenden die Auflösung des Heeres, von dem nur 15.000 Mann Wilna erreichen. Von hier eilt Napoleon in einem Bauernschlitten über Warschau und Dresden nach Paris, wo er, 19. Dez. angelangt, sofort neue Aushebungen befiehlt.

Der Abfall Yorcks und die Erhebung Preußens nötigen die Trümmer der Großen Armee, bis hinter die Oder zurückzuweichen und Schlesien sowie Brandenburg zu räumen, worauf die verbündeten Russen und Preußen im April 1813 Sachsen besetzen. Schon hier aber tritt ihnen Napoleon wieder entgegen, der eine halbe Million Menschen unter die Waffen gerufen und sofort nach dem Kriegsschauplatz in Marsch gesetzt hat. Durch die Schlachten bei Großgörschen (2. Mai) und Bautzen (20. und 21. Mai) nötigt er die Verbündeten zum Rückzug nach Schlesien und zum Waffenstillstand von Poischwitz (4. Juni). Aber nun versäumt er es aus Stolz und aus Rücksicht auf sein Ansehen bei den Franzosen, den vorteilhaften, ja ehrenvollen Frieden, den ihm Österreich anbietet, und der ihm die Rheingrenze und Italien lassen würde, anzunehmen.

Als sich eine große europäische Koalition gegen ihn bildete, bleibt er in Dresden stehen, indem er durch einen entscheidenden Schlag die gebietende Stellung wiederzugewinnen hofft. Zwar siegt er noch einmal bei Dresden (26. und 27. Aug.), aber die Niederlagen seiner Feldherren bei Großbeeren (23. Aug.), an der Katzbach (26. Aug.), bei Kulm (30. Aug.) und bei Dennewitz (6. Sept.) sowie der Übergang Blüchers über die Elbe (3. Okt.) veranlassen ihn, nach Leipzig zurückzuweichen und hier 16. Okt. eine Schlacht anzunehmen, in der er am zweiten Schlachttag (18. Okt.) der Übermacht erliegt. Nur 100.000 Mann rettet er aus Leipzig an den Rhein, mit denen er sich 30. und 31. Okt. bei Hanau durch ein bayerisch-österreichisches Heer unter Wrede durchschlägt.

Napoleon lehnt alle Friedensanträge, so günstig sie für Frankreich sind, ab, da er das Reich nicht kleiner hinterlassen zu dürfen glaubt, als er es 1799 übernommen hat. Den zu Anfang 1814 in Frankreich eindringenden verbündeten Heeren vermag Napoleon nur eine Feldarmee von 70.000 Mann entgegenzustellen und erleidet 1. Febr. bei La Rothière eine empfindliche Niederlage. Dennoch gelingt es ihm noch einmal durch großartige Entfaltung seines Genies und seiner Tatkraft, in den Gefechten von Champeaubert, Montmirail, Etoges und Vauchamps (11.-14. Febr.) über Blücher und bei Montereau (18. Febr.) über den Kronprinzen von Württemberg unerwartete Erfolge zu erringen. Doch endlich muss er der Übermacht erliegen.

Nach den ungünstigen Schlachten bei Laon (9. und 10. März) und bei Arcis-sur-Aube (20. und 21. März) will er durch einen kühnen Zug an den Rhein den Krieg wieder in Feindesland spielen und ist bis Vitry gelangt, als er hört, dass die Verbündeten im Marsch auf Paris seien. In Gewaltmärschen eilt er zurück, erfährt aber wenige Stunden von Paris, dass die Stadt 30. März kapituliert habe, und begibt sich nach Fontainebleau, wo er auf die Kunde, dass der Senat ihn 1. April abgesetzt habe und die Behörden sowie die meisten Generale von ihm abgefallen seien, erst zugunsten seines Sohnes und, als dies von den Verbündeten zurückgewiesen wird, 11. April für sich und seine Erben abdankt. Dafür wird ihm die Insel Elba als Fürstentum, die Beibehaltung des Kaisertitels und eine jährliche Rente von 2 Mill. Frank zugesprochen; auch dürfen ihm 400 Mann seiner Garde als Freiwillige folgen. Auf einer britischen Fregatte langt er 4. Mai in Elba an.

Hier widmet er sich mit großem Eifer der Verwaltung der Insel. Als er jedoch von dem steigenden Unwillen gegen die Bourbonen und der Anfang 1815 drohenden Differenz zwischen den Mächten vernimmt, beschließt er, zumal er fürchtet, die Verbündeten könnten ihn der größeren Sicherheit halber nach einem entlegeneren Exil schaffen, einen Einfall in Frankreich zu wagen. Mit seiner Garde landet er 1. März im Golf Juan. Er wendet sich durch das Gebirge nach dem Dauphiné; vor Grenoble gelingt es ihm, ein Bataillon der königlichen Armee auf seine Seite zu bringen, worauf er 7. März in diese Festung einzieht. Von Lyon aus, das er 10. März erreicht, ergreift er von Frankreich Besitz. Doch entscheidet erst der Abfall Neys (14. März) seinen Sieg. Am 20. März zieht er in Paris ein.

Durch Verleihung einer freien Verfassung und durch Berufung liberaler Männer sucht er die konstitutionelle und die republikanische Partei zu gewinnen und versichert den auswärtigen Mächten in feierlichen Erklärungen seine Friedensliebe. Doch haben diese schon 13. März eine förmliche Achtserklärung gegen ihn erlassen und am 25. ihr Bündnis gegen ihn erneuert und die Zusammenziehung ihrer Heere beschlossen. Napoleon muss daher seinen Thron von neuem verteidigen. Nachdem er 1. Juni auf dem Marsfeld die freisinnige Zusatzakte vom 22. April beschworen, rückt er in Belgien ein, schlägt 16. Juni die Preußen bei Ligny und greift 18. Juni bei Waterloo die Verbündeten unter Wellington an, wird aber, ehe er diesen überwältigen kann, von Blücher in der rechten Flanke angegriffen und völlig geschlagen.

Als er 20. Juni wieder in Paris eintrifft, bedroht ihn die Kammer mit Absetzung, ja Verhaftung, wenn er nicht sofort abdanke. Durch die furchtbare Niederlage betäubt, entsagt er abermals (22. Juni) dem Thron zugunsten seines Sohnes und begibt sich nach längerer Unschlüssigkeit 15. Juli im Hafen von Rochefort an Bord des englischen Linienschiffes Bellerophon, das mit ihm nach der Reede von Plymouth segelt. Auf Befehl der verbündeten Monarchen, die ihn als ihren Gefangenen betrachten, wird er nach St. Helena gebracht, wo er 16. Okt. anlangt. Im Dezember 1815 wird ihm Longwood, eine Meierei auf der Hochebene der Insel, als Wohnung angewiesen. Sein eng umgrenzter Aufenthalt wird ihm bald unerträglich, und seine Ungeduld und Reizbarkeit lässt er an dem Gouverneur Sir Hudson Lowe (s. d.) aus, der durch die Befehle der Großmächte zu strenger Bewachung gezwungen ist.

Als man Napoleon nicht mehr erlauben will ohne militärische Aufsicht ins Freie zu gehen, verlässt er seine Wohnung nicht mehr. Meist beschäftigt er sich mit dem Diktieren der »Mémoires de Ste-Hélène«, in denen er sein Leben, seine Absichten und Taten so darstellt, wie er sie von der Nachwelt aufgefasst wissen will, und sich mit dem erlogenen Schein der Vaterlands- und Freiheitsliebe und des Strebens nach der höheren Zivilisation der Menschheit umhüllt (Weiteres s. unten: Schriften). Infolge des ungewohnten Mangels an Bewegung und des feuchten Klimas entwickelt sich bei ihm der Magenkrebs, an dem er 5. März 1821 stirbt. Sein Leichnam wird an der von Napoleon selbst gewählten Stelle im Tal Stane feierlich beigesetzt, 1840 aber auf der Fregatte La belle Poule durch den Prinzen von Joinville nach Paris gebracht, wo er im Dom der Invaliden ein prächtiges Grabmal erhält.

Napoleon’s Sarkophag im Invalidendom zu Paris

Napoleons durch unzählige Bildnisse bekannte Gestalt war klein (er maß nur etwa 1,63 m), sein Kopf im Verhältnis zum Körper stark und mit kastanienbraunem Haar bedeckt, seine Stirn hoch und breit; die Augen, deren Blick in früherer Zeit ein düsteres Feuer, später einen kalten Ausdruck hatte, waren hellblau, die Nase fein geformt, der Mund anmutig und von ungemeiner Beweglichkeit, das Kinn hervorstehend. Das Gesicht hatte einen durchaus italienischen, an klassische Formen erinnernden Charakter. In früheren Jahren blass und hager, ward Napoleon später voll und stark. Sein Feldherrngenie ist unbestritten eins der bedeutendsten der Geschichte. Napoleon war ein unübertroffener Meister in der Kriegskunst, in der Praxis sowohl als in der Theorie. Das geographische Bild eines Landes, Aufstellung und Bewegungen der Truppen hatte er plastisch vor Augen; er war ebenso unerschöpflich in Hilfsmitteln wie kühn und energisch in der Durchführung.

Für die innere Verwaltung des Reiches zeigte er nicht minder wunderbare Befähigung. Weniger hervorragend war seine Begabung für die auswärtige Politik. Er behandelte sie wie den Krieg und ging rücksichtslos auf sein Ziel los; kein Mittel schien ihm unwürdig, wenn es ihm nur diente. Er war von 1799 an nur berechnender Egoist von maßlosem Ehrgeiz. Ohne Begeisterung für ihre Wahrheit, aber mit kluger Berechnung ihrer Wirksamkeit bemächtigte er sich einiger Ideen der französischen Revolution, um sich durch ihre Verwirklichung für den Vollender dieser großen Bewegung auszugeben, und wenigstens das Ausland hat ihm zu danken, dass er mit scharfem Besen eine Menge Schutt weggeräumt hat.

Er verstand die Menschen zu blenden. Nicht nur in seiner Glanzzeit, noch mehr nach seinem tragischen Tode wurde er als der große Heros angestaunt. In der Zeit der Reaktion wurde er nicht bloß in Frankreich von Béranger u.a. in begeisterten Liedern gefeiert, sondern auch in den Ländern, wo man ihn vor seinem Sturz bitter gehasst, schlug die Stimmung völlig um. Der Napoleon-Kultus wurde geradezu Mode. Erst in späterer Zeit war außerhalb und seit dem zweiten Kaiserreich in Frankreich eine Reaktion gegen die Verherrlichung Napoleons eingetreten. Das wertvollste Material für seine Beurteilung liefert die große, auf Napoleons III. Befehl herausgegebene, freilich tendenziös gesichtete »Correspondance de Napoleon I« (Par. 1858-70, 32 Bde.; Supplement von Ducasse, 1887; deutsche Auswahl von Kurz, Hildburgh. 1868, 3 Bde.), woraus die »Correspondance militaire« (1875-77, 10 Bde.) gesondert erschien. Neuerdings hat der Überdruss an der wenig glänzenden parlamentarischen Regierungsweise in Frankreich ein Wiederaufleben des Napoleon-Kultus herbeigeführt.

Napoleons eigene Schriften erschienen gesammelt in 5 Bänden, Par. 1821-22 (auch Stuttg. 1822-1823, 4 Bde.); eine neue Ausgabe besorgte Martel (Par. 1887-88, 4 Bde.). Die »Mémoires de Ste-Hélène« wurden von Gourgaud und Montholon (s. d.) herausgegeben (deutsch, Berl. 1822-25, 8 Bde.). Sein Briefwechsel mit Josephine erschien 1895. Masson und Biagi gaben heraus: »Napoléon inconnu. Papiers inédits, 1786-1793« (Par. 1895, 2 Bde.); Léon Lecestre: »Lettres inédites de Napoléon I, an VIII-1815« (das. 1897, 2 Bde.); de Brotonne: »Lettres inédites« (1898) und »Dernieres lettres inédites de Napoléon I« (das. 1903, 2 Bde.).

Von den zahllosen Biographien Napoleons sind hervorzuheben: die von Laurent (Par. 1826; neue Ausg. 1869, illustriert von H. Vernet; deutsch, Leipz. 1851; Basel 1896), Thibaudeau (Par. 1827-28, 5 Bde.; deutsch, Stuttg. 1828-30, 6 Bde.), Norvins (21. Aufl., Par. 1851; deutsch, Stuttg. 1841, 5 Bde.), Jomini (Par. 1827, 4 Bde.; deutsch, Tübing. 1828-1829, 4 Bde.), Walter Scott (1827; neue Ausg., Lond. 1878; deutsch, Leipz. 1835, 2 Bde.) und Thiers (»Histoire du Consulat et de l’Empire«, 1845-1869, 21 Bde.; deutsch von Bülau, Leipz. 1846 ff.). Einen kritischen Standpunkt nehmen ein: Schlosser, Zur Beurteilung Napoleons und seiner neuesten Tadler und Lobredner (Frankf. 1832-35, 3 Bde.); Lanfrey, Histoire de Napoléon I (Par. 1867-75, 5 Bde., bis 1811 reichend; deutsch von C. v. Glümer, vollendet von Kalckstein, 2. Ausg., Minden 1885, 6 Bde.), der besonders viel zur Zerstörung der Napoleonischen Legende beigetragen hat; Jung, Bonaparte et son temps, 1769-1799 (Par. 1880-81, 3 Bde.); Fournier, Napoléon I. (Prag u. Leipz. 1886-89, 3 Bde.; 2. Aufl. 1904 ff.; franz. von Jaeglé, Par. 1892, 2 Bde.); M. Lenz, Napoleon (Bielef. 1905); Taine, Le régime moderne (Par. 1891-94, 2 Bde.); gegen den letzteren wendet sich Prinz Napoleon, Napoléon et ses détracteurs (Par. 1887).

Napoleon II., Sohn des vorigen, geb. 20. März 1811, gest. 22. Juli 1832, erhielt gleich nach seiner Geburt den Titel eines Königs von Rom, dann den eines Herzogs von Reichstadt und wurde, da sein Vater 22. Juni 1815 zu seinen Gunsten verzichtet und er nominell ein paar Tage Oberhaupt Frankreichs gewesen war, im Dekret Napoleons III. vom 7. Nov. 1852 Napoleon II. genannt. Weiteres s. Reichstadt, Herzog von.

Scott Bowden und Jim Getz bewerten Napoleon im Spielsystem Empire III als überlegenen und charismatischen Armeekommandeur.

Bibliographie

  • Allevi, Piersergio: Zinnsoldaten, S. 134, 136-137, 142
  • Balagny: Campagne de l’empereur Napoléon en Espagne (Par. 1902-03, Bd. 1-3)
  • Böhtlingk: Napoleon Bonaparte, seine Jugend und sein Emporkommen bis zum 18. Brumaire (2. Ausg., Leipz. 1883, 2 Bde.)
  • Bouvier: Bonaparte en Italie (Par. 1900)
  • Charmy: Splendeur des Uniformes de Napoléon, Costumes du Sacre, Armes, Drapeaux et Décorations, Seite 65-74
  • Chuquet: La jeunesse de Napoléon (Par. 1897-99, 3 Bde.)
  • Colin: L’éducation militaire de Napoléon (Par. 1900)
  • Couderc de Saint-Chamant: Napoléon, ses dernières armées (Par. 1903)
  • Dayot: Napoléon raconté par l’image (2. Aufl., Par. 1905; deutsch, Leipz. 1896)
  • Driault: La politique orientale de Napoléon (Par. 1903)
  • Fischer, Andr.: Goethe und Napoelon (2. Aufl., Frauenfeld 1900)
  • Fisher: Studies in Napoleonic statesmanship. Germany (Oxford 1903)
  • Gaehtgens zu Ysentorff: Napoleon I. im deutschen Drama (Frankfurt a. M. 1903)
  • Gaffarel: Bonaparte et les républiques italiennes (Par. 1894)
  • Grand-Carteret: Napoléon en image; estampes anglaises (Par. 1895)
  • Grand-Carteret: Napoleon in der Karikatur (deutsch, Leipz. 1899)
  • Gruyer: Napoléon, roi de l’île d’Elbe (Par. 1906)
  • Guillois: Napoléon, l’homme, le politique, l’orateur (Par. 1889, 2 Bde.)
  • Haythornthwaite, Philip: Uniforms of 1812, Tafel 1
  • Haythornthwaite, Philip: Uniforms of Waterloo in Colour, plate 45
  • Holzhausen: Napoleons Tod im Spiegel der zeitgenössischen Presse und Dichtung (Frankf. a. M. 1902)
  • Holzhausen: Heinrich Heine und Napoleon I. (Frankf. a. M. 1903)
  • Holzhausen: Bonaparte, Byron und die Briten (Frankf. a. M. 1904)
  • Houssaye, Henry: 1814 (50. Aufl., Par. 1905)
  • Houssaye, Henry: 1815 (Bd. 1 u. 2, 50. Aufl., Par. 1905; Bd. 3, 32. Aufl., Par. 1906)
  • Jonquière, de la: L’expédition d’Egypte (Par. 1898-1900, 2 Bde.)
  • Kircheisen: Bibliographie Napoleons (Berl. 1902; franz., Par. 1902)
  • Landmann: Napoleon I. Die Vollendung der Revolution (Münch. 1903)
  • Libri: Souvenirs de la jeunesse de Napoléon (Par. 1842)
  • Livi: Napoleone all’ isola d’Elba (Mail. 1889)
  • Lumbroso: Bibliografia dell’ epoca Napoleonica (Modena 1894-1900, 6 Bde.)
  • Marcaggi: La genèse de Napoléon (Par. 1902)
  • Margueron: Campagne de Russie (Par. 1898-1900, Bd. 1-3)
  • Masson, F.: Napoléon et sa famille (Par. 1895 ff., 7 Bde.)
  • Masson, Turquan, et. al.: »Napoleon I.« (Leipz. 1903 ff.)
  • Rodocanachi: Bonaparte et les îles Ioniennes (Par. 1899)
  • Roseberry: Napoelon The last phase (Lond. 1900; deutsch, Leipz. 1901)
  • Schimpff, v.: 1813. Napoleon in Sachsen, nach des Kaisers Korrespondenz bearbeitet (Dresd. 1894)
  • Vandal: Napoléon I et Alexandre I (Par. 1891-96, 3 Bde.)
  • Vandal: L’avènement de Bonaparte (Bd. 1, Par. 1902; 12. Aufl. 1903)
  • Welschinger: Le divorce de Napoléon (Par. 1889)
  • Wolseley: Decline and fall of Napoleon I. (Lond. 1894, 3 Bde.)
  • York von Wartenburg: Napoleon als Feldherr (2. Aufl., Berl. 1887 bis 1888, 2 Bde.)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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Französische Armee der Napoleonischen Kriege