Gebhard Leberecht von Blücher

Fürst von Wahlstatt, 1742–1819

Generalfeldmarschall von Blücher

Gebhard Leberecht von Blücher wurde am 16.12.1742 in Rostock geboren. 1757 trat er als 15-jähriger Husarenleutnant in den schwedischen Militärdienst ein, wurde während des Siebenjährigen Krieges 1760 am Kavelpass bei Friedland, dem Grenzübergang nach Pommern, von preußischen Husaren des Regiments von Belling (Nr. 8) gefangen und wechselte in preußische Dienste. 1770 nahm Blücher am Feldzug gegen Polen teil und fiel dort unrühmlich auf, weil er einen Priester gefoltert haben soll, um ein Geständnis zu erzwingen. 1773 Schied Blücher aus Zorn über eine übergangene Beförderung aus dem Militärdienst aus. Als Friedrich der Große 1786 starb, folgte Blücher’s Wiedereintritt in preußische Dienste. Er wurde zum Major befördert, kehrte zu seinem alten Regiment zurück und führte dort eine Schwadron.

Generalfeldmarschall von Blücher

1789 erhielt er den Orden Pour le mérite, 1794 den Roten Adlerorden. 1806 nahm Blücher an den Schlachten bei Jena und Auerstedt teil. 1807 erhielt er den Schwarzen Adlerorden. Er diente als Befehlshaber in Schwedisch-Vorpommern, und bis 1811 als Gouverneur in Pommer und der Neumark. 1809 wurde Blücher zum General der Kavallerie befördert, 1813 Oberkommandeur der Schlesischen Armee, und am 21.10.1813 Generalfeldmarschall.

In der Neujahrsnacht 1814 gelingt der Rheinübergang der Schlesischen Armee bei Kaub. Paris wird am 31. März genommen und Napoleon dankt am 11. April des Jahres ab. 1815 erhält Blücher den Oberbefehl der preußischen Armee, die am 18. Juni siegreich an der Schlacht bei La Belle-Alliance / Waterloo teilnimmt. Blücher wird 1817 Mitglied im preußischen Staatsrat. Noch zu seinen Lebzeiten wird ihm in Rostock ein erstes Denkmal gesetzt. Er stirbt am 12.09.1819 auf seinem Gut Krieblowitz in Schlesien, wo er zunächst beigesetzt wird. Am 26.08.1853 wird Blücher in ein Mausoleum an der Katzbach umgebettet, dem Ort seines ersten großen Sieges gegen die Napoleonische Armee.

Scott Bowden und Jim Getz bewerten Blücher im Spielsystem Empire III für die Zeit vor 1812 als unfähigen, aber inspirierenden Korpskommandeur. Nach 1812 steigt er zu einem charismatischen und guten Armeekommandeur auf.

Figuren

  • Blücher bei Leipzig, 1813 1:30 del Prado Kavallerie 001
  • Britischer und Preußischer Generalstab, 1:72 Italeri 6065
  • Russische und Preußische Stabschefs, 1:72 Strelets 002
  • Blücher, 1:72 JS 72/0144
  • Blücher, 20 mm Kennington NP6
  • Blücher & Stab, 20 mm Hinton Hunt BB95
  • Blücher und Generale, 15 mm Minifigs 99NPC
  • Blücher, 15 mm Jacobite PNX020

Blücher’s Feldzüge und Schlachten

  • Pommern, 1760
  • Polen, 1770
  • Pfalz, Gefecht bei Kirrweiler, Luxemburg, Kaiserslautern,
    Morschheim, Weidenthal, Edesheim, und Edenkoben, 1794
  • Jena und Auerstedt, 1806
  • Lützen (Großgörschen), Bautzen, Katzbach, und Leipzig, 1813
  • Kaub, Champaubert, Montmirail, Chateau Thierry, La Rothière,
    Méry, Vauchamps, Craonne, und Laon, 1814
  • Ligny, und Waterloo, 1815

Die abgebildete Marmorplastik von Generalfeldmarschall von Blücher steht in der Walhalle Ruhmes- und Ehrenhalle an der Donau bei Regensburg.

Bibliographie

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Fragen und Antworten

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Figuren der Preußischen Armee der Napoleonischen Kriege