Konitz

Konitz.

Konitz, 1) Kreisstadt im [ehem.] preußischen Regierungsbezirk Marienwerder, heute Chojnice in der Woiwodschaft Pommern in Polen, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Schneidemühl–Güldenboden, Gnesen–Konitz u. a., hat eine alte Stadtbefestigung, zwei evangelische und zwei katholische Kirchen, eine Synagoge, ein schönes Kreishaus, ein neues Rathaus, Denkmal Kaiser Wilhelms I., Gymnasium, Konvikt, Waisenhaus, Landarmen- und Korrektionsanstalt (900 Insassen), Landgericht, Hauptsteueramt, Reichsbanknebenstelle, zwei Spezialkommissionen, zwei Eisengießereien, eine Dampfmahl- und eine Dampfsägemühle, Dampfziegelei, Molkerei, Elektrizitätswerk und (1900) 10.697 Einwohner, davon 4974 Katholiken und 364 Juden. Zum Landgerichtsbezirk Konitz gehören die neun Amtsgerichte zu: Baldenburg, Flatow, Preußisch-Friedland, Hammerstein, Konitz, Schlochau, Tuchel, Vandsburg und Zempelburg.

Am 18. September 1454 fand hier die Schlacht bei Konitz zwischen dem Königreich Polen und dem Deutschordensstaat statt, in deren Verlauf sich das schlesisch-mährische Söldnerheer unter Bernhart von Zinnenberg und Rudolf von Sagan siegreich gegen zahlenmäßig überlegene Truppen unter Kasimir IV. Andreas, König von Polen, behauptete.

Bibliographie

  • Uppenkamp: Geschichte der Stadt Konitz (Konitz 1873)
Konitz (Konice).

Konitz, 2) (tschech. Konice) Marktflecken in Mähren, Bezirkshauptmannschaft Littau, an der Linie Proßnitz–Triebitz der Mährischen Westbahn, hat ein Schloss, Bezirksgericht, Bierbrauerei, Rosshaarweberei und (1900) 2093 tschechische Einwohner.

Während der Belagerung von Olmütz, stand Wedell mit drei Bataillonen, einem Husarenregiment, und 200 Mann von Freibataillonen den Österreichern unter Laudon gegenüber, zu dem später noch Harsch stieß.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Historische Orte