Generalfeldmarschall Fürst Friedrich Wilhelm von Hessenstein
Fürst Friedrich Wilhelm von Hessenstein, geb. 1735 in Stockholm, gest. 27. Juli 1808 in Panker, im Jahr 1742 legitimierter Sohn Friedrichs I., König von Schweden, Landgraf von Hessen-Kassel, und dessen Maîtresse, der Gräfin Hedwig Ulrike Taube von Odenkat, war schwedischer, hessischer und französischer Obrist, von 1759 bis 1791 Chef des Infanterie-Regiments Östgöta, erhielt 1756 das holsteinische Indigenat, nahm als Generalmajor und Brigadier der schwedischen Armee mit Auszeichnung am Siebenjährigen Krieg in Pommern (1757–1762) teil, wurde 1770 General der Infanterie, war auch Maréchal du Camp, Generalgouverneur von Pommern und Kanzler der Universität in Greifswald; wurde 1772 bei der Revolution in Stockholm als Gegner des Königs verhaftet, aber nachdem er seine Stellen niedergelegt hatte, wieder freigelassen, vom Kaiser zum Reichsfürsten und 1773 zum Generalfeldmarschall erhoben. Er gründete das Hessensteinsche Fideikommiss, welches die adeligen Güter Klamp, Hohenfelde, Panker und Schmool in Holstein begreift und dessen Besitzer der Landgraf Wilhelm von Hessen-Kassel ist.
Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon 4. Auflage 1857–1865