Friedrich, König von Schweden 1720–1751

Landgraf von Hessen-Kassel 1730–1751

Friedrich, König von Schweden, geb. 8. Mai 1676 zu Kassel als Sohn des Landgrafen Karl, gest. kinderlos 5. April 1751 in Stockholm, kämpfte 1701–09 während des Spanischen Erbfolgekriegs an der Spitze eines hessischen Hilfskorps mit Auszeichnung auf englisch-holländischer Seite. 1700–05 war er mit der Prinzessin Luise Dorothea von Preußen in kinderloser Ehe vermählt, heiratete 1719 Karls XII. einzige noch lebende Schwester, Ulrike Eleonore (s. d.), ward 1716 Generalissimus der schwedischen Armee und nach der Thronentsagung seiner Gattin, auf Grund einer Wahlkapitulation, welche die königlichen Rechte erheblich beschränkte, 4. April 1720 König von Schweden. Als solcher musste er 1721 die Ostseeprovinzen, 1743 einen Teil von Finnland an Russland abtreten. In jüngeren Jahren tapfer und energisch, war er später ein Spielball in den Händen der »Mützen«, bzw. der »Hüte« und von den Launen seiner Maîtressen abhängig. Zu seinem Nachfolger Adolf Friedrich und dessen Gemahlin, Luise Ulrike von Preußen, stand er politisch in scharfem Gegensatz. Durch den Tod seines Vaters (1730) auch Landgraf von Hessen-Kassel, überließ er die Regierung daselbst seinem Bruder Wilhelm.

Bibliographie

  • Malmström, K. G.: Sveriges politiska historia 1718–1772, Bd. 1–3 (2. Aufl., Stockh. 1893–97)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Französische Armee der Napoleonischen Kriege