Hessenstein
Hessenstein, 1) ein erloschenes Grafengeschlecht, welches die natürlichen Kinder Friedrichs I., Königs von Schweden und Landgrafen von Hessen-Kassel, und der Gräfin Hedwig Ulrike Taube von Odenkat befasste. Diese Kinder wurden 1742 von ihrem Vater legitimirt und in den schwedischen Grafenstand erhoben. Bemerkenswert ist: Fürst Friedrich Wilhelm von Hessenstein.
Hessenstein, 2) ein der evangelischen Konfession folgendes und im Kurfürstentum Hessen angesessenes gräfliches Geschlecht, welches von den Kindern des Kurfürsten Wilhelm I. von Hessen (geb. 3. Juni 1743, gest. 27. Febr. 1821) und der Karoline geb. Reichsgräfin v. Schlotheim, nachheriger Gräfin v. Hessenstein (geb. 6. Juli 1767, gest. 7. Jan. 1847) abstammt. Diese Kinder erhielten Namen und Wappen der erloschenen schwedischen Grafen v. Hessenstein (s. oben 1). Jetziger Chef ist: Graf Wilhelm, geb. 1790, ist mecklenburg-schwerinscher wirklicher Geheimer Rat und Domherr zu Minden und seit 1852 Wittwer von Angelica geb. Gräfin von der Osten-Sacken.
Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon 4. Auflage 1857–1865