Heilsberg

Heilsberg, Kreisstadt im [ehem.] preußischen Regierungsbezirk Königsberg, am Einfluss der Simser in die Alle, an der Staatsbahnlinie Zinten–Rothfließ, 65 m ü. M., hat eine evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, ein bischöfliches Schloss (jetzt St. Josephsstift, mit Waisenhaus), landwirtschaftliche Winterschule, Fürsorgeerziehungsanstalt, Katharinenkloster, Landratsamt, Amtsgericht, Gerberei, Ziegelbrennerei, drei Dampfsägemühlen, Getreidehandel und (1900) 5514 meist katholische Einwohner.
Die Burg Heilsberg wurde 1240 angelegt und 1306 Sitz des Bischofs von Ermeland, worauf der Ort 1308 Stadtrechte erhielt. 1627 wurde Heilsberg von den Schweden vergeblich belagert. Hier siegten 10. Juni 1807 die Russen und ein Teil der Preußen unter Bennigsen über die französischen Korps Soult und Murat.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909