sWS Pritsche und Plane

Umbau des Modells von ROCO im Maßstab 1:87

sWS Pritsche und Plane, 1:87 ROCO 126

Umbau des schweren Wehrmachtsschleppers (sWS) von ROCO zum gepanzerten Nachschubfahrzeug der Infanterie.

Modellbaumaterial und Werkzeug

  • 1 mm Polystyrolplatte
  • 0,25 mm Polystyrolplatte aus Joghurtbechern
  • 0,2 × 0,4 mm Polystyrolstab
  • 1 mm Polystyrolrundstab
  • 0,5 mm Federstahldraht
  • 0,25 mm Federstahldraht
  • Papiertaschentuch
  • Skalpell
  • 0,5 mm Spiralbohrer
  • Sekundenkleber
  • Polystyrolklebstoff

Bei diesem einfachen Umbau wird die zu kurze Ladefläche des gepanzerten sWS hinter dem Fahrerhaus abgetrennt. Dazu zerlegt man das Modell und führt dann das Skalpell mit leichtem Druck ein oder zwei Mal rechts neben der ersten Nietenreihe am Boden der Ladefläche entlang, bis eine ausreichend tiefe Bruchkante entsteht. Anschließend lässt sich die Ladefläche sauber vom Fahrerhaus abbrechen. Sollte dies nicht gelingen, kann die Bruchkante mit der Schlüsselfeile nachträglich geglättet werden.

Erfahrene Modellbauer könnten den Rahmen hinter dem Fahrerhaus mit der Feinsäge durchtrennen und um 4 mm verlängern. Dadurch rückt das Kettenlaufwerk weiter nach hinten und die erste Laufrolle liegt dann fast vollständig hinter dem Fahrerhaus, wie beim Original. Nun werden Fahrerhaus und Kettenlaufwerke fest mit dem Rahmen verklebt. Erfahrungsgemäß liegen die Kettenlaufwerke nicht richtig in den dafür vorgesehenen Aussparungen im Rahmen auf. Hier sind störende Gussnähte zu entfernen, und beim rechten Laufwerk muss der obere Rand der Zapfenloches von überflüssigem Kunststoff befreit werden. Die Teppichrolle unterm Heck wird mitsamt der Halterung entfernt, und die Löcher im Wagenboden mit kostenloser 0,25 mm Polystyrolplatte aus einem alten Joghurtbecher verschlossen.

Anschließend wird von einer 1 mm dicken Polystyrolplatte ein 40 mm breiter Streifen abgetrennt. Von diesem Streifen nehmen wir ein 28 mm breites Stück für die Ladefläche und zwei 6 mm breite Streifen für die seitlichen Bordwände ab. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Ladefläche und Bordwände exakt gleich lang sind. Außerdem benötigen wir eine 26 × 6 mm große hintere Bordwände, und die 28 × 11 mm große vordere Bordwand.

An der vorderen Bordwand wird der Mittelpunkt der oberen, 28 mm langen Dachkante mit einem weichen Bleistift markiert. An der linken und rechten Seiten markieren wir je einen Punkt 1,5 mm unterhalb der Dachkante. Mit dem Skalpell ritzen wir Linien vom Mittelpunkt der Dachkante zu den beiden abgesenkten Punkten an den Seiten und brechen die oberen Ecken so ab, dass ein Satteldach mit geringer Neigung entsteht. Alle Bordwände werden an der Außenseite im Abstand von 1,5 mm mit der Rückseite der Skalpellklinge graviert, damit der Eindruck einzelner Bretter entsteht. Falls die Ladefläche sichtbar sein soll, sind die Bordwände innen und die Oberseite der Ladefläche ebenfalls mit Fugen zu gravieren.

Nun werden die hintere und seitlichen Bordwände mit der Ladefläche verklebt. Die vordere Bordwand wird auf den am Fahrerhaus verbliebenen Rest der gepanzerten Bordwand gesetzt und ragt dann ca. 6,5 mm über das Fahrerhaus hinaus.

Mit einem 0,5 mm Spiralbohrer wird rechts und links der hinteren Bordwand jeweils ein kleines Loch für den Spriegel in die seitlichen Bordwände gebohrt. Zum Biegen des Spriegels setzten wir ein ca. 54 mm langes Stück 0,5 mm Federstahldraht in das hintere rechte Bohrloch. Mit Lineal und Filzstift markieren wir einen Punkt am Spriegel, der 10 mm oberhalb der Bordwand liegt. Unterhalb dieses Punktes setzen wir eine Flachzange an und knicken den Spriegel im Winkel von ca. 84 Grad zur Wagenmitte ab. Anschließend markieren wir den Mittelpunkt des Spriegels und biegen den Draht leicht zur seitlichen Bordwand hinunter. Zur Kontrolle vergleichen wir den Spriegel mit der Dachschräge der vorderen Bordwand und bessern gegebenenfalls etwas nach. Wenn alles stimmt, biegen wir den senkrechten Pfosten zum linken hinteren Pfostenloch, längen den Draht entsprechend ab, und montieren den fertigen Spriegel mit Sekundenkleber.

Zuletzt werden vier Dachlatten aus 0,2 × 0,4 mm Polystyrolstab so auf die vordere Bordwand und den hinteren Spriegel geklebt, dass die Plane aus Papiertaschentuch darauf liegen kann. Die ungefähr passend zugeschnittene Plane wird auf das Fahrzeug gelegt und mit einem feuchten Pinsel vorsichtig in die gewünschte Form gebracht. Anschließend wird die Plane mit stark verdünntem Holzleim bestrichen und fixiert.

Darüber hinaus erhält der sWS von ROCO noch einen Auspuff, Frontscheinwerfer und Rücklichter, Peilstangen aus 0,25 mm Federstahldraht mit daran befestigten Rückspiegeln aus dünnen Scheiben von 1 mm Polystyrolrundstab, Werkzeug, Handgriffe, Nummerschilder, eine Anhängerkupplung, und weitere Kleinteile.

Schwerer Wehrmachtsschlepper (sWS)