Dragoner

Dragoner, 15 mm Zinnfiguren Heritage Miniatures

Dragoner (franz., von dragon, »Drache«, als ihrem ehemaligen Feldzeichen), bildeten ursprünglich berittenes Fußvolk, das im schnellen Fortkommen, Absitzen und Herstellen der Schlachtordnung geübt war. Zuerst im 16. Jahrhundert in Piemont erwähnt, fanden die Dragoner in Frankreich, dann in anderen Heeren vermehrte Anwendung. Gustav Adolf erleichterte ihre Rüstung und Bewaffnung, später wurden sie überall als leichte Reiter gleich den Husaren verwendet. Vorübergehend traten sie auch wieder als berittenes Fußvolk auf; so wies ihnen der Große Kurfürst eine Mittelstellung zwischen diesem und der schweren Reiterei an. Der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. von Preußen überließ August dem Starken 1717 eine Sammlung wertvoller chinesischer Vasen im Tausch gegen 600 Reiter des kursächsischen Kavallerieregiments Wuthenau. Friedrich Wilhelm formierte mit diesen neuen Mannschaften das preußische Dragonerregiment Nr. VI, im Volksmund liebevoll Porzellandragoner genannt, weshalb die Vasen als Dragonervasen in die Geschichte eingingen.

In Deutschland waren die Dragoner bis zum 1. Weltkrieg wie die übrige Kavallerie mit Degen, Karabiner und Lanze bewaffnet. In Russland wurden die Dragoner mehrfach als berittene Infanterie verwendet und führten im 20. Jahrhundert noch Bajonettgewehre.

Dragoner zu Fuß, 15 mm Zinnfiguren Minifigs

Figuren

Bibliographie

  • »Die Reiterregimenter der k. k. österreichischen Armee«, Bd. 1: Dragoner (Wien 1862)
  • Manché: Die brandenburgisch-preußische Reiterei seit der Zeit des Großen Kurfürsten (Rathenow 1889)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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