Willmanstrand

Willmanstrand (finn. Lappeenranta), Kreisstadt im Gouvernement Wiborg des Großfürstentums Finnland, am Saimasee, durch Zweigbahn mit der Linie St. Petersburg–Helsingfors verbunden, mit zwei Kirchen, einem kaiserlichen Schloss, Fischerei, Schiffahrt, Mineralbädern und (1902) 2234 Einwohnern. Nördlich davon die ehemalige Festung, jetzt Kaserne und Besserungsanstalt für Männer.
Willmanstrand hieß bis Ende des Nordischen Krieges Lappstrand und gehörte 1743–1811 zu Russland. Hier siegten 3. Sept. 1741 die Russen unter Lacy über die Schweden unter W. Wrangel.
Das russische Infanterie-Regiment Willmanstrand diente 1812 in der 17. Infanterie-Division unter Generalmajor Sachar Dmitrijewitsch Olsufjew im II. Armeekorps unter Generalleutnant Karl Gustav von Baggehufwud (Baggovut) in der 1. Westarmee des Generals der Infanterie Michail Bogdanowitsch Fürst Barclay de Tolly.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909