Weilburg

Schloss Weilburg.

Weilburg, 1) Hauptstadt des Oberlahnkreises im [ehem.] preußischen Regierungsbezirk Wiesbaden, an der Lahn, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Koblenz–Lollar und Weilburg–Laubuseschbach, 174 m ü. M., hat eine evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, ein Schloss des Großherzogs von Luxemburg, Denkmäler des Grafen Johann Ernst und des Herzogs Adolf von Nassau (1817–1915), Gymnasium, Landwirtschaftsschule, Unteroffiziervorschule, Amtsgericht, Bergrevier, zwei Oberförstereien, Bergbau auf Eisenstein, Braunstein und Phosphorit, Wollspinnerei, Färberei, Gerberei, Bierbrauerei, eine Säge- und zwei Kunstmühlen und (1905) 3828 Einwohner, davon 536 Katholiken und 143 Juden.

Marktbrunnen und Orangerie Schloss Weilburg.
Marktbrunnen und Orangerie Schloss Weilburg.

In der Nähe die Burgruinen Merenberg und Freienfels. Weilburg, ursprünglich ein königliches Hofgut, kam 1002 an das Bistum Worms, wurde 1195 von diesem an die Grafen von Nassau verpfändet und 1294 verkauft. In Weilburg wurde König Adolf (von Nassau) geboren; seit 1355 nannte sich ein Zweig der Grafen von Nassau (s. d., S. 435) nach Weilburg.

Untere Orangerie in Weilburg.
Untere Orangerie in Weilburg.
Landtor (1759–1763 erbaut) und ehemalige Klosterkirche in Weilburg.
Landtor (1759–1763 erbaut) und ehemalige Klosterkirche in Weilburg.

Bibliographie

  • Spielmann: Führer durch Weilburg und Umgebung (Weilburg 1894)
  • Spielmann: Geschichte der Stadt und Herrschaft Weilburg (Weilburg 1896)
  • Wenckenbach: Beschreibung des Bergrevieres Weilburg (Bonn 1880)

Weilburg, 2) Schloss des Erzherzogs Friedrich von Österreich, s. Baden 2), S. 256.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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