General der Kavallerie Karl Friedrich, Graf Schlippenbach

Karl Friedrich, Graf Schlippenbach, Sohn des schwedischen Reichsrats und Obersten der schwedischen Garden, geb. 7. Sept. 1658 in Stettin, erhielt seine Erziehung in Stockholm mit dem nachmaligen König Karl XI., trat 1674 in schwedische Dienste und focht bei Fehrbellin und in den pommerschen Feldzügen gegen Brandenburg; 1686 nahm er als Oberst brandenburgische Dienste, wohnte dem Feldzug in den Niederlanden und namentlich den Schlachten von Steenkerke und bei Leuze 1692 und bei Neerwinden 1693 bei; 1696 zum Generalmajor avanciert, wurde er von König Friedrich I. an Karl XII. nach Rawitsch und Blonie gesendet und musste denselben auch bis in die Ukraine begleiten. Den 6. Dez. 1704 wurde er Generallieutenant, deckte, als die Schweden und Russen nach der Schlacht von Poltawa in Schwedisch-Pommern fochten, die brandenburgische Grenze, wurde 1714 Gouverneur von Kolberg, 1715 General der Kavallerie und starb am 9. Januar 1723 in Kolberg.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Französische Armee der Napoleonischen Kriege