Rawitsch

Rawitsch (Rawicz, Polen), Kreisstadt im [ehem.] preußischen Regierungsbezirk Posen, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Breslau–Posen und der Eisenbahn Liegnitz–Kobylin, 101 m ü. M., hat eine evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, Denkmäler der Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III., Gymnasium, Schullehrerseminar, Präparandenanstalt, Strafanstalt, Amtsgericht, Reichsbanknebenstelle, Eisengießerei und Maschinenfabrik, Rosshaarspinnerei und Gurkenfabrik, Fabrikation von Zigarren, Bürsten und Pinseln, Tüten, Brückenwagen, Öfen, Zement, Öl, Papier und Dachpappe, Schnupftabak, Würstchen etc., Strumpfwirkerei, Kunst- und Lichtdruckerei, Gerberei, Bierbrauerei, Sägewerke, lebhaften Getreide-, Woll- und Produktenhandel und (1905) mit der Garnison (2 Infanteriebataillone Nr. 50) 11.403 Einwohner, davon 3140 Katholiken und 428 Juden. – Rawitsch ward erst 1632 angelegt.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909