Russischer Admiral Fjodor Apraxin
Apraxin, Fjodor Matwejewitsch, Graf von, aus altem russischen Adelsgeschlecht (vgl. Borosdin, Genealogie des Hauses Apraxin; russ., Petersb. 1884), geb. 1671, gest. 10. Nov. 1728, ward, von Peter d. Gr. zum Generaladmiral ernannt, der Schöpfer der russischen Marine. In Ingermanland schlug er den schwedischen General Lübeker, eroberte 1710 Wiborg in Karelien und befehligte während des von Karl XII. angefachten Türkenkriegs auf dem Schwarzen Meer. 1713 griff er Finnland von der Seeseite her an und nötigte Schweden zum Frieden von Nystad, wodurch Russland die Ostseeprovinzen erlangte. Zuletzt begleitete er den Zaren auf dessen Feldzug gegen die Völker am Kaspischen Meer und gegen Persien. Zweimal (1715 und 1718) wegen Veruntreuungen verurteilt, ward er vom Zaren gegen ein ansehnliches Lösegeld begnadigt.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909