Mittlerer Panzer T-34/76.C

Testbericht des 1:76 Modells von Matchbox / Revell

Sowjetischer mittlerer Panzer T-34/76.C.

Revell hat den T-34/76.C im Maßstab 1:76 von Matchbox neu aufgelegt und in ein Set mit Sowjetischer Infanterie im Maßstab 1:72 integriert. Der T-34 und seine Begleitinfanterie können in Wargames durchaus gemeinsam deployiert werden, obwohl sie ja inkompatibel sind.

Inhalt

Bewertung

Maßstabsgetreues Modell mit hervorragenden Details. Nieten, Scharniere und Motorgitter eignen sich hervorragend für das Trockenmalen. Der gesamte Panzer wirkt robust und authentisch, wie man es von einem Serienfahrzeug erwartet.

Exzellente Themenwahl, der T-34 war ein wichtiges Fahrzeug des Zweiten Weltkrieges.

Mittlerer Schwierigkeitsgrad, nur 76 Bauteile. Laufwerk und Fahrgestell bestehen aus 45 Teilen. Oberwanne und Turm weisen viele angegossene Details auf und bestehen aus nur 26 Bauteilen. Ein sowjetischer Infanterist, das Minidiorama und drei Abschnitte eines Holzzauns vervollständigen das Modell. Die Montage des Laufwerk erfordert etwas Geduld, da 10 winzige Radnaben beim Abtrennen des Gussasts sorgfältig behandelt werden müssen. Ansonsten bereitet der Bausatz viel Vergnügen beim Bauen. Wargamer werden feststellen, dass sich dieser T-34, wie sein Vorbild, perfekt für die Massenproduktion eignet.

Das 12,7 mm Maschinengewehr Degtjarjowa Schpagina Krupnokaliberny DSchK auf dem Turmdach ist ein wirklich detailliertes Modell. Wir haben die Sockellafette aufgebohrt und anstelle des mitgelieferten Plastikteils einen kurzen Metallstift aus 0,6 mm Federstahldraht eingesetzt. Dieses Bauteil wird in Simulationsspielen stark beansprucht, und ein Plastikstift würde mit Sicherheit irgendwann abbrechen. DSchK 12,7 mm Maschinengewehre waren Mangelware, weshalb die meisten T-34 Panzer gar nicht damit ausgestattet werden konnten. Es ist ratsam, diese Waffe nicht am T-34 zu montieren, sondern sie stattdessen an Leih- und Pachtfahrzeugen wie dem US-amerikanischen M3 White Scout Car oder dem britischen Universal/Scout Carrier anzubringen. Das Rohr des DSchK 12,7 mm M.1938 kann außerdem verwendet werden, um das sowjetische Maxim-MG auf Radlafette in den Figurensets von ESCI und Revell umzubauen.

Gute Qualität. Die Teile passen sehr gut zusammen, und es gibt nur geringe Gussnähte.

Kompatibel mit Airfix, Fujimi, Nitto und VAC-U-CAST.

Dieser T-34 ist ein Modell von Matchbox im Maßstab 1:76; die Angabe „1:72“ auf der Verpackung ist falsch. Revell hat den beliebten Matchbox-Bausatz des mittleren Panzers T-34/76.C im Maßstab 1:76 unter eigenem Namen neu aufgelegt. Das Fahrzeug ist nun Teil eines Sets mit Revells sowjetischer Infanterie im Maßstab 1:72 aus Weichplastik. Die Kombination zweier unterschiedlicher Maßstäbe in einem Bausatz ist nicht empfehlenswert, und Kunden sollten nicht über den Inhalt der Verpackung getäuscht werden.

Die Ketten sind aus einem sehr weichen Gummi gegossen, ähnlich den Ketten von Airfix-Panzern. Es empfiehlt sich, die Ketten zu bemalen und mit Firnis zu versiegeln, um das Ausdünsten des Weichmachers möglichst zu verzögern. Ein Vorteil der Gummiketten ist, dass sie sich gut auf die Laufrollen kleben lassen, um das Eigengewicht der Kette zu simulieren.

Der Stift, der den Turm fixiert, bietet nicht genügend Halt für eine sichere Befestigung. Der Turm dreht sich und wackelt, wenn man den Panzer anhebt. Für Dioramenbauer, die den Turm dauerhaft festkleben, ist das kein Problem.

Die Ersatzkettenglieder sind an die rechte Panzerplatte geklebt, die erforderlichen Halterungen fehlen jedoch. Wie auf dem Bild zu sehen ist, wirkt diese Anordnung unrealistisch; die Kettenglieder müssten herunterfallen. Die fehlenden Halterungen können aus Papier oder Polystyrolplatten hergestellt werden.

Die Laufrollen weisen nicht das charakteristische Profil auf, ein bedauerliches Versäumnis.

Bauteil 1 – eine Hälfte der unteren Geschützblende – scheint beim Spritzgießen beschädigt worden zu sein. Die Seitenwand weist mehrere Gussnähte auf, die dort nicht sein sollten. Diese Beschädigung lässt sich nur schwer reparieren, ohne die Nieten zu entfernen. Es empfiehlt sich, den Makel als Kampfschaden darzustellen. Das Bauteil selbst ist nicht mehr symmetrisch und muss bearbeitet werden, um zu den anderen Teilen der Blende zu passen.

Das Bemalungsbeispiel auf der Seite der Schachtel zeigt den T-34 in einem sehr schönen Olivgrün. Dies ist nicht der gleiche Farbton wie Revell 48 »Seegrün«, der in der Bemalungsanleitung empfohlen wird. Sowjetische Panzer wurden in verschiedenen Farben lackiert, darunter Olivgrün, Schiefergrau und Khaki, und im Winter weiß getüncht. Die Tünche wies viele Fehlstellen auf und verschmutzte sehr schnell. Einige Panzer rollten direkt vom Band an die Front und waren komplett in Panzergrau lackiert.

Der Bausatz enthält lediglich die Turmnummern zweier Fahrzeuge, eines der 41. Garde-Panzerdivision und das andere der 25. Panzerdivision. Diese Sparsamkeit ist schlechtes Marketing. Wären mehr Turmnummern enthalten, könnten Modellbauer und Tabletop-Spieler dazu animiert werden, vollständige Panzerzüge und -kompanien der einen oder anderen Division aufzustellen.

Das Nassschiebebild für die Luftkennung auf dem Turmdach haftet nicht optimal, da die Turmluken erhaben sind. Es empfiehlt sich, diesen weißen Streifen quer über den Turm zu lackieren.

Der T-34/76.C von Matchbox/Revell bietet ein gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis, auch wenn die Infanterie und der Panzer in diesem Set nicht ganz kompatibel sind.

Muster von Revell.

Sowjetischer Panzer T-34/76.C