Generalfeldmarschall Friedrich Leopold, Graf von Geßler
Friedrich Leopold, Graf von Geßler, preußischer General, geb. 24. Juni 1688 zu Schwarzenau in Ostpreußen, gest. 22. Aug. 1762 in Brieg, trat 1703 in preußische Dienste, focht als Reiteroffizier im Spanischen Erbfolgekrieg unter Fürst Leopold von Dessau, ward 1733 Chef des Kürassierregiments Nr. 4, 1739 Generalmajor, wegen seiner Leistungen in der Schlacht bei Chotusitz 1742 Generalleutnant und erhielt den Schwarzen Adlerorden. Am berühmtesten machte ihn der Reiterangriff, den er bei Hohenfriedeberg 4. Juni 1745 an der Spitze der Bayreuth-Dragoner (jetzt Kürassierregiment Königin in Pasewalk) ausführte, und durch den er 20 österreichische Bataillone vernichtete und 66 Fahnen eroberte. Er ward zum Lohn in den Grafenstand erhoben, 1747 zum General der Kavallerie und 1751 zum Generalfeldmarschall befördert, schied aber 1758 wegen Schwerhörigkeit aus dem Dienst. 1888 wurde das rheinische Kürassierregiment Nr. 8 nach ihm benannt, obwohl es niemals zu Geßler in Berührung gestanden hat.
Bibliographie
- Helmolt: Hohenfriedeberg und Geßler (in der Wissenschaftlichen Beilage der Leipziger Zeitung vom 12. Dez. 1895)
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909