Cröbern

Cröbern.

Cröbern, Kirchdorf im Amt Leipzig, an der Gösel, und südwestlich deren Mündung in die Pleiße, 2,5 km südöstlich von Markkleeberg und 1,5 km südwestlich von Auenhain, 9,2 km südsüdöstlich von Leipzig, hatte eine stattliche Kirche St. Peter und Paul, 1750–1755 erbaut, und [1890] 473 Einwohner.

Am 16. Okt. 1813, dem ersten Tag der Völkerschlacht bei Leipzig, marschierte das II. preußische Armeekorps unter Kleist durch Cröbern und Auenhain gegen die französische Aufstellung bei Markkleeberg und Wachau auf. Cröbern war Hauptverbandplatz der Allierten.

Cröbern wurde in den 1970er Jahren im Zuge einer „bergbaubedingten Umsiedlung“ vom Braunkohlenkombinat Borna der ehemaligen DDR zwangsgeräumt, und durch den Tagebau Espenhain zerstört. Auf der Crostewitzer Höhe, am Südufer des Markkleeberger Sees, gut 300 m nordwestlich des früheren Ortskerns von Cröbern, steht der historische Apelstein Nr. 4, dessen Inschrift „General von Kleist – 10.000 Mann“ an die „Bataille de Wachau“ erinnert.

Cröbern im Modell

Der Verein „Geschichte in Miniaturen e.V.“ hat das verschwundene Dorf Cröbern in seinem berühmten Großdiorama „Cröbern 1813“ im Maßstab 1:72 detailgetreu wieder zum Leben erweckt. Das Cröbern-Diorama zeigt den Aufmarsch des österreichischen Reservekorps Hessen-Homburg mit der Kürassierdivision (Nostitz-Rieneck), der 2. (ungarischen) Infanteriedivision (Bianchi), und der deutschen Grenadierdivision (Weißenwolff), nach ihrem erfolgten Übergang an der Furt bei Gaschwitz und der noch intakten Göselbrücke bei Cröbern.

St. Peter und Paul im Modell

Die historischen Maße der Dorfkirche St. Peter und Paul in Cröbern liegen uns nicht vor. Für unsere Zwecke im Wargaming gehen wir davon aus, dass es sich um eine typische mitteldeutsche Dorfkirche des 18. Jahrhunderts in einem kleinen bis mittelgroßen Bauerndorf gehandelt haben wird. Die barocke Haube könnte als achteckiger Aufsatz mit geschwungener Haube, bzw. als Welsche Haube ausgeführt gewesen sein, s. Dach.

Wenn wir die Breite des Kirchenschiffes mit 10 bis 12 m annehmen, und auf die weiteren Berechnungen den Goldenen Schnitt anwenden, ergeben sich folgende Maße, wobei in der genannten Turmhöhe die charakteristische barocke Haube und die Turmbekrönung mit Knopf und Wetterfahne enthalten sind:

Maßstab Länge Breite Firsthöhe Turmhöhe
1:1 19.400 mm 12.000 mm 12.000 mm 31.400 mm
1:22,5 862 mm 533 mm 533 mm 1396 mm
1:32 606 mm 375 mm 375 mm 981 mm
1:43 451 mm 279 mm 279 mm 730 mm
1:56 346 mm 214 mm 214 mm 561 mm
1:64 303 mm 188 mm 188 mm 491 mm
1:72 270 mm 167 mm 167 mm 436 mm
1:76 255 mm 158 mm 158 mm 413 mm
1:87 223 mm 138 mm 138 mm 361 mm
1:100 194 mm 120 mm 120 mm 314 mm
1:120 162 mm 100 mm 100 mm 262 mm
1:160 121 mm 75 mm 75 mm 196 mm
1:220 88 mm 55 mm 55 mm 143 mm
1:285 68 mm 42 mm 42 mm 110 mm
1:300 65 mm 40 mm 40 mm 105 mm
Häuser in Wargames.

Simulationsspiele verwenden in der Regel einen Geländemaßstab, der deutlich vom Maßstab der verwendeten Figuren und Modelle abweicht. So wird Empire III in der Regel mit Figuren im Maßstab 1:120 gespielt, der Geländemaßstab beträgt hingegen 1:1440. Einzelne Gebäudemodelle stellen in diesem Maßstab ganze Ortschaften oder Stadtteile dar. Hier empfiehlt es sich, die äußeren Abmessungen von Gebäudemodellen im Maßstab 1:300 anzulegen, die Modelle aber mit Toren, Türen, und Fenstern so zu bemalen, dass sie mit 15 mm großen Figuren optisch kompatibel sind.

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