T-34/85 M.44 Mittlerer Panzer
Testbericht des 1:72 Modells von AER Moldava

Dieser T-34/85 im Maßstab 1:72 von AER Moldava wurde in Model Master WP 7832 »Russisches Panzergrün« lackiert, das aus Gründen der Luftperspektive mit Gelb abgetönt wurde. Der Panzer muss noch deutlich gealtert werden, um ein realistisches Aussehen zu erzielen, und die Nassschiebebilder sind noch nicht angebracht. Die Handgriffe wurden aus Federstahldraht selbst gefertigt, da die originalen Kunststoffteile sehr spröde sind und zudem nicht maßstabsgetreu wirken. Das AER-Modell verfügt über Panzerketten aus Polystyrol, die fest an der Ober- und Unterseite der Laufrollen verklebt werden können. Der obere Kettenabschnitt muss gebogen werden, um das Eigengewicht der Kette anzudeuten. Die Infanterie auf dem Foto besteht aus Figuren von ESCI (P-203) und Revell.
Inhalt
- T-34/85 M.44 Mittlerer Panzer
- Nassschiebebilder von 22 Fahrzeugen in sowjetischem, polnischem, und tschechoslowakischem Dienst
Bewertung
Gute Themenwahl, der T34/85 war ein wichtiges Kampffahrzeug im Zweiten Weltkrieg, und er diente noch Jahrzehnte später in vielen Armeen der Welt.
Es gibt 22 verschiedene Sets von taktischen Zeichen für T-34/85, die 1944 und 1945 in Osteuropa, Deutschland, Österreich oder Nordchina im Einsatz waren. Die Auswahl ist sehr schön für Dioramenbauer, die einen historischen Moment mit einem bestimmten Fahrzeug darstellen möchten, wie zum Beispiel den T-34 von Leutnant Frolikow, der im Juli 1944 als Erster in Minsk einfuhr.
Das Kettenlaufwerk lässt sich gut zusammenbauen, auch wenn die Ausrichtung der Kettenglieder aus der Anleitung nicht ganz klar hervorgeht.
Dieser T-34/85 stellt eine interessante Herausforderung für ambitionierte Modellbauer dar, die den Panzer mit selbstgebauten Teilen aufwerten möchten. Ohne zusätzlichen Aufwand, aus dem Karton gebaut, ist der T-34/85 ein brauchbares Modell für Simulationsspiele.
Kompatibel mit ESCI, Fine Scale Factory, Hasegawa, Revell, und Reviresco.
Der T-34/85 von AER Moldava erfordert mehr Modellbauerfahrung als man von einem typischen Plastikbausatz erwarten würde. Die Positionierungslöcher an den Rumpfseiten und am Deck müssen aufgebohrt werden. Diese Löcher sind mit einem kleinen Kreis markiert. Einige Löcher werden gar nicht benötigt; die Kreise sollten vorsichtig entfernt werden. Die meisten Bauteile müssen vor dem Zusammenbau von störenden Gussnähten und überschüssigem Kunststoff befreit werden.
Das Geschützrohr besteht aus zwei Halbrohren, die weich werden und sich verformen, wenn zu viel Klebstoff aufgetragen wird. Außerdem lässt sich das zusammengebaute Rohr aufgrund der vielen Angüsse entlang seiner Länge nur schwer reinigen.
Die Auspuffabdeckung (Teil 5) passte nach dem Entgraten nicht mehr richtig. Die Trennlinie zwischen der Gussnaht und dem eigentlichen Bauteil ist nicht sofort erkennbar.
Die Scharniere der Fahrerluke waren in überschüssigen Kunststoff eingebettet. Selbst nach dessen Entfernung rasteten die Scharniere nicht richtig in die entsprechenden Scharniere am Rumpf ein. Offenbar ist diese Luke in geöffneter Position darzustellen, es fehlen jedoch Teile für den Ausbau des Fahrerraums. Wer Erfahrung im Eigenbau des Fahrerraums hat, kann die Luke daher offen lassen.
Die Ober- und Unterteile des Panzerturms (Nr. 33 und 34) passten im Bereich um die Geschützblende nicht optimal. Die Passstifte mussten abgetrennt werden, um die Passform zu verbessern, und störende Lücken mussten vor dem Lackieren verspachtelt werden.
Die Abbildung auf der Verpackung zeigt die Metallhalterungen für die externen Zusatztanks sehr gut, die eigentlichen Bauteile sind jedoch ohne jegliche Halterungen an die Rumpfseiten zu kleben.
Die Werkzeugkisten auf den Kettenabdeckungen sind überhaupt nicht detailliert. Diese Teile sollten Deckel mit Scharnieren, Verschlüsse, und Handgriffe an beiden Enden haben.
Die Montageanleitung für die Ketten war schwer verständlich, da es zwei verschiedene Arten von Kettengliedern gibt und nicht ganz klar ist, wo man anfangen oder wie man sie ausrichten soll. Trotzdem ließ sich die Kette recht gut zusammenbauen, und das Ergebnis sieht sehr gut aus.

Der T-34/85 macht Spaß beim Bauen und Lackieren. Ambitionierte Modellbauer können das Modell durch selbstgebaute Teile, Ausrüstung und Panzerbesatzungen weiter aufwerten. Ein interessantes Detailprojekt wäre es, den Panzer mit offenen Luken darzustellen; in diesem Fall müsste der Fahrerraum komplett selbst gebaut werden.