Peipus
Peipus (russ. Tschudskoje Osero), See in Russland, zwischen den Gouvernements Estland, Livland, Pskow und St. Petersburg, wird im Südosten durch den 5–15 km breiten und 26 km langen sogen. Warmen See mit dem Pskowschen See verbunden und hat mit diesen zusammen ein Areal von 3513 km² (63,8 mi²). Er ist 15–16 m tief und sehr fischreich. Von Süden nimmt er die Welikaja, von Westen den Embach auf und fließt nach Norden durch die Narowa (s. d.) in den Finnischen Meerbusen ab. Der Peipus hat flache, sandige, zum Teil sumpfige Ufer und einige bewohnte Inseln (darunter Porka und die Talabski-Inseln). Der See diente einst als Hauptwasserweg zwischen den Hansestädten der Ostsee und dem inneren Russland. Dampfschiffsverkehr besteht zwischen Dorpat und Pskow. S. Karte »Livland etc.«
Am 5. April 1242 siegten hier die Nowgoroder unter Alexander Newski auf dem Eis des Peipussees über das vereinte Heer des Deutschen Ordens und der livländischen Schwertbrüder.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909