Moldautein

Moldautein.

Moldautein (tschechisch Týn nad Vltavou), Stadt in Böhmen, an der Moldau, die unterhalb der Stadt die Luschnitz aufnimmt, und an der Staatsbahnlinie Wodnan–Moldautein, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine gotische Dechanteikirche (von 1279), ein Schloss des Erzbischofs von Prag, Kunstmühlen, Bierbrauerei, Schiffbau, Getreidehandel und (1900) 3994 tschechische Einwohner.

Im Artillerielager zu Moldauthein fand alljährlich mindestens eine große Feldübung des k.k. Feld-Artillerie-Corps statt, in deren Verlauf neben Schießübungen, Bewegung und Platzierung des Geschützes auch das Gefecht im Verbund mit Infanterie und Kavallerie geübt wurde.

Bibliographie

  • Riedmatten, Roger H. de: Das K. K. Feld-Artillerie-Corps 1757. In: Die Zinnfigur, Uniformheft 3 (1961).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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