Krementschug

Krementschug.

Krementschug (ukrainisch Krementschuk), Kreisstadt im [ehem.] kleinrussischen Gouvernement Poltawa, am Dnjepr, Knotenpunkt der Eisenbahnen Charkow-Nikolajew und Krementschug-Romny, hat eine Eisenbahnbrücke mit Fahrverkehr, neun griechisch-katholische Kirchen, drei Kirchen der Sektierer, ein lutherisches Bethaus, drei Synagogen, eine Realschule und ein Mädchenprogymnasium, mehrere Banken (darunter eine städtische), vier Buchhandlungen, zahlreiche Fabriken, besonders Mühlen, Sägewerke und Tabakfabriken, bedeutenden Handel in Getreide und Holz, eine elektrische Straßenbahn, vier Jahrmärkte und mit dem einen Vorort von Krementschug bildenden, auf dem rechten Dnjeprufer gelegenen Flecken Krjukow zusammen (1897) 67.041 Einwohner, worunter zahlreiche Juden.

Krementschug ist 1571 gegründet und war von 1765–89 Hauptstadt von Neurussland.

Das russische Infanterie-Regiment Krementschug diente 1812 in der 4. Infanterie-Division des Generals Eugen, Herzog von Württemberg im II. Armeekorps unter Generalleutnant Karl Gustav von Baggehufwud (Baggovut) in der 1. Westarmee des Generals der Infanterie Michail Bogdanowitsch Fürst Barclay de Tolly.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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