Salve

Salve

Salve (v. lat. salve, »sei gegrüßt«), ursprünglich Ehrengruß durch Abfeuern von Gewehren oder Geschützen; in der Taktik das gleichzeitige Abfeuern einer Anzahl von Schusswaffen auf Kommando. Früher gab die deutsche Infanterie Salven in geschlossener Ordnung (Liniensalve) oder in zerstreuter (Schwarmsalve), aus der Kompaniekolonne (die später Zugkolonne hieß) auch in zwei Züge hintereinander (zu vier Gliedern) ab. Durch die Salve hat man die Truppe am sichersten in der Hand, die Beobachtung der Geschossaufschläge und damit die Visierwahl wird erleichtert, die Kommandostimme ist aber im Gefechtslärm schwer zu hören, und darum wird die Salve nur noch ganz selten im Beginn des Gefechts und wenn man nicht selbst beschossen wird, angewendet, fast nur zum Zweck des Einschießens, besonders bei der Artillerie, die bei schwieriger Beobachtung Batteriesalven auf einen Punkt abgibt. Salvengeschütze, soviel wie Mitrailleusen oder Revolverkanonen (s. Geschütz).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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