Mitrailleuse

Mitrailleuse Reffye modèle 1866

Mitrailleuse (franz., spr. -trajös’), für verschiedene Feuerwaffenkonstruktionen gebrauchter Name. Der Grundgedanke ist bei allen, dass durch besondere Konstruktionen eine sehr große Feuergeschwindigkeit erreicht wird, was entweder durch Anordnung mehrerer Läufe geschieht, die nacheinander oder gleichzeitig abgeschossen werden, oder durch einen Lauf, in dem sich die Schüsse sehr schnell folgen. Letztere haben in den modernen Maschinengewehren ihre bis jetzt höchste Vollendung erreicht. Zu den Mitrailleusen, die in Salven feuern, gehören unter anderen die Reffye-Mitrailleuse, von den Franzosen 1870/71 als »canon à balles« mit wenig Erfolg verwendet, 25 Läufe, Kaliber 13 mm, Feuergeschwindigkeit 5 Lagen = 125 Schuss in einer Minute; Mitrailleur Christophe und Montigny, 37 Läufe, Kaliber 14 mm, bis 8 Lagen = 296 Schuss in einer Minute; die österreichische Mitrailleuse Montigny, 37 Läufe, Kaliber 11 mm, bis 13 Lagen = 481 Schuss in einer Minute. Mehrläufige, die Läufe nacheinander abfeuernde Mitrailleusen sind: das Gatling-Geschütz, 4–10 Läufe, Kaliber 1,07 bis 2,54 cm, bis 1000 (?) Schuss in einer Minute; Hotchkiss-Geschütz (Revolverkanone), 5 Läufe, Kaliber 37 mm, 60–80 Schuss in einer Minute (Hotchkiss’ Revolverkanone für den Belagerungskrieg, Kaliber 52 mm, 30 Schuss in einer Minute, seine »Mitrailleuse«, 9 Läufe, Kaliber 16 mm, 150 Schuss in einer Minute). Weiteres s. Geschütz.

Mitrailleuse Reffye modèle 1866

Mitrailleuse Reffye im Musée de l’Armée in Paris.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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