Füsiliere

Füsiliere von Rochow, 15 mm Zinnfiguren Essex

Füsiliere, eine Art Fußvolk, welches seinen Namen von der zuerst in Frankreich eingeführten Flinte, fusil, erhalten hat. Bei den mehrsten Armeen ist alles Fußvolk Füsilier, was nicht Grenadier oder Jäger ist; Musketiere bestehen nur noch dem Namen nach. In der preußischen Armee sind sie größtenteils zum leichten Dienst bestimmt, und es hat daher jedes Infanterie-Regiment ein Füsilierbataillon.

Quelle: Rumpf, H. F.: Allgemeine Real-Encyclopädie der gesammten Kriegskunst (Berl. 1827)

Füsiliere (franz. fusiliers, v. franz. fusil, Gewehr), ursprünglich die mit dem Steinschlossgewehr bewaffnete französische Infanterie Ludwigs XIV. Späterhin Bezeichnung der hauptsächlich zur Führung des Schützengefechts bestimmten leichten Infanterie im Gegensatz zu den mit schweren Musketen bewaffneten Musketieren. Mit der Einführung gleichmäßigen Ersatzes, gleicher Bewaffnung und Verwendung bei der gesamten Infanterie verschwand die Eigenschaft der Füsiliere, und die Bezeichnung Füsiliere hat nur noch geschichtliche Bedeutung. Bei der späteren preußischen Armee wurden die 3. Bataillone der Garde- und der Grenadierregimenter Füsilierbataillone genannt, außerdem bestand das Gardefüsilierregiment und 13 Füsilierregimenter zu je 3 Füsilierbataillonen.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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Glossar militärischer Begriffe