Vilbel

Wasserburg Vilbel.

Vilbel, Flecken in der hessischen Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg, 110 m ü. M., an der Nidda und der Staatsbahnlinie Niederwalgern–Frankfurt a. M., hat eine evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, eine Schlossruine, mehrere kohlensäurereiche Mineralquellen (darunter der 1900 erbohrte Viktoria Melita-Sprudel), eine höhere Bürgerschule, Amtsgericht, eine große Baumschule, Tabak-, Zigarren-, Nudel- und Likörfabrikation, Obstweinkellerei, Ziegelbrennerei, Mineralwasserhandel und (1905) 4811 Einwohner. In der Umgegend wurden viele römische Altertümer gefunden, unter anderem wurde ein Bad mit prächtigem Mosaikboden ausgegraben. Das Amt Rockenberg und die Hälfte von Vilbel kamen 1803 von Kurmainz zum Fürstentum Oberhessen der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt.

Die Burgfestspiele Bad Vilbel gelten als das besucherstärkste Theaterfestival in Hessen.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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