Generalmajor Nathanael Greene
Nathanael Greene, amerikanischer General, geb. 27. Juni 1742 in Potowhommet (Rhode-Island), gest. 19. Juni 1786 in Mulberry Grove am Savannah, erwarb sich eine gediegene Bildung, wurde 1770 von seinen Mitbürgern in die Gesetzgebung gewählt und erhielt nach Ausbruch der Revolution (Mai 1775) das Kommando über die Truppen Rhode-Islands. Vom General Washington mit der Verteidigung der Insel Long Island beauftragt, musste er kurz vor dem Angriff der Briten wegen Erkrankung das Kommando in andere Hände geben, worauf die Insel in die Gewalt jener fiel. Bald darauf zum Generalmajor befördert, zeichnete er sich bei Trenton (14. Dez. 1776) und Princeton (3. Jan. 1777) aus und deckte am Brandywine (11. Sept.) und bei Germantown (4. Okt.) den Rückzug der Armee. 1780 erhielt er an Gates‘ Stelle das Kommando der Südarmee (in Carolina) und führte nun den Krieg mit solchem Nachdruck, dass die Engländer sich in Jahresfrist zur Räumung Georgias und der beiden Carolinas genötigt sahen. Der Kongress votierte Greene den Dank des Volkes, und die betreffenden Staaten machten ihm wertvolle Landschenkungen. Nach dem Friedensschluss (3. Sept. 1783) zog er sich nach Georgia zurück. Sein Leben beschrieben sein Enkel, der Historiker George Washington Greene (Boston 1867–71, 3 Bde.; neue Ausg. 1890) und Francis Vinton Greene (New York 1893).
Bekannte Figuren
- Washington, Gates, Greene, 28 mm Foundry AWI011
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909