John Brown
John Brown, amerikanischer Abolitionist, geb. 9. Mai 1800 in Torrington (Connecticut), gest. 2. Dez. 1859 in Charlestown (Westvirginia), wuchs als Farmer auf und war einer der unternehmendsten Geschäftsleute im nördlichen Ohio. 1854 zog er nach Kansas, wo er sich durch die Angriffe der aus Missouri einfallenden Banden zu einem blutigen Guerillakrieg gegen Grenzstrolche (Border Ruffians) genötigt sah. Gegner der Sklaverei, befreite er wiederholt Sklaven in den an Kansas grenzenden Grafschaften von Missouri und führte mehrere Züge Schwarzer nach Kanada. 1858 zum Oberbefehlshaber einer geheimen Abolitionistengesellschaft gewählt, bemächtigte er sich 16. Okt. 1859 des Zeughauses zu Harper‘s Ferry und besetzte die Eisenbahnbrücke über den Potomac, wartete vergeblich auf eine Erhebung der Bevölkerung, musste sich 18. Okt. den Regierungstruppen ergeben und ward in Charlestown gehenkt. Seine Hinrichtung trug dazu bei, dass im Norden der Entschluss reifte, der Sklaverei ein Ende zu machen.
Bibliographie
- Holst, v: Life of John Brown of Kansas (Boston 1888)
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909