Selenginsk

Selenginsk.

Selenginsk, Hauptstadt des Kreises Selenga in Transbaikalien, russische Festung, am Fuße hoher Sandberge und großer Fichtenwaldungen, liegt 570 m hoch am rechten Ufer der Selenga, auf der es durch Dampfschiffe von dem Baikalsee aus zu erreichen ist, und an der Straße vom Baikalsee nach Kiachta mit (1897) 1076 Einwohner, welche Handel mit Tee, Pelzwerk und Landesprodukten treiben und besuchte Jahrmärkte unterhalten. Selenginsk hat vier griechisch-orthodoxe Kirchen, darunter eine Kathedrale, ansehnliche kaiserliche Gebäude, Magazine, und einen Kaufhof.

Selenginsk wurde 1666 als Ostrog (Flecken) angelegt und ist seit 1685 Stadt. In der Nähe liegt der glaubersalzhaltige See Selenginskoe Osero, in einer weiten, bes. im Süden und Westen von hohen Gebirgen umschlossenen, salzigen und quellenreichen Hochebene. Derselbe liefert jährlich zwischen 20 und 30.000 Pud Salz.

Das russische Infanterie-Regiment Selenginsk, am 19. Dezember 1763 als Selenginsches Musketier-Regiment gegründet, stammte ursprünglich aus der 3. Infanterie-Division (III. Armeekorps) und wurde Anfang 1812 kurzzeitig in die 23. Division (IV. Armeekorps) der 1. Westarmee eingereiht, wo es an die Stelle des Infanterie-Regiments Koporsk trat. Im Mai/Juni 1812 kehrte das Selenginsche Infanterie-Regiment zur 3. Infanterie-Division des Generals Pjotr Konowizyn im III. Armeekorps unter General Nikolai Tuchkow in der 1. Westarmee des Generals der Infanterie Michail Bogdanowitsch Fürst Barclay de Tolly zurück.

Quellen: Pierer’s Universal-Lexikon 4. Auflage 1857–1865
Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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