Generalfeldmarschall Moritz Prinz von Anhalt-Dessau
Moritz Prinz von Anhalt-Dessau, geb. 31. Okt. 1712 in Dessau, gest. 11. April 1760, Sohn des „Alten Dessauers“ Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau und seiner Gemahlin Anna Luise, tat seit 1723 bei seinem Vater Adjutantendienste, trat 1727 in die preußische Armee, machte 1734–35 den Feldzug am Rhein sowie die Schlesischen Kriege mit und zeichnete sich bei Hohenfriedeberg und Kesselsdorf aus. Nachdem er dann im Auftrag des Königs Friedrich II. die Kolonisation wüster Landstriche an der Oder und in Pommern geleitet hatte, wurde er 1752 Gouverneur von Küstrin. Im Siebenjährigen Krieg griff er bei Kolin infolge eines Missverständnisses nicht zur rechten Zeit und an der rechten Stelle an und verschuldete mit die Niederlage, zeichnete sich aber bei Roßbach aus und ward bei Leuthen, wo er den rechten preußischen Flügel führte, vom König auf dem Schlachtfeld zum Feldmarschall ernannt. Desgleichen kämpfte er bei Zorndorf und Hochkirch und wurde hier, als er sich schwer verwundet nach Bautzen wollte schaffen lassen, von Panduren gefangen. Aus der Gefangenschaft durfte er nach Dessau zurückkehren, starb aber bald unvermählt an einem Krebsgeschwür an der Lippe. 1889 erhielt das 42. Infanterieregiment seinen Namen.
Bekannte Figuren
- Generalfeldmarschall Moritz Prinz von Anhalt-Dessau, 1:72 Winkler HOWI 0004
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909