Kolywan

Kolywan, Bergsee im Bezirk Biisk des russisch-sibirischen Gouvernements Tomsk, 360 m ü. M., hat 8 km im Umfang, ist sehr tief und fischreich. An ihm wurde 1727 die erste Kupferschmelze im Altai (Kolywanskij Sawod) errichtet, bis 1799 an ihre Stelle die Steinschleiferei zu Kolywan (s. den folgenden Artikel) trat.

Kolywan.

Kolywan, 1) Stadt im russisch-sibirischen Gouvernement Tomsk, links am Ob an der großen sibirischen Straße, in dem durch Silberreichtum ausgezeichneten sogen. Kolywanschen Erzgebirge, 368 m ü. M., hat ein großes kaiserliches Steinschleifwerk, aus dem prachtvolle Arbeiten aus Porphyr, Jaspis, Marmor etc. (Säulen, Vasen, Gesimse etc.) hervorgehen, und (1897) 11.703 Einwohner, die außer jenen Arbeiten Ackerbau, Vieh- und Bienenzucht und Fischerei treiben. Der Ort liegt an Stelle des 1713 angelegten Forts Tschausk, 1822 Kolywan genannt.

Das russische Infanterie-Regiment Kolywan diente 1812 in der 15. Infanterie-Division unter Generalmajor Fjodor Wiktorowitsch Nasimow im Armeekorps des Generalleutnants Jewgeni Iwanowitsch Markow der 3. Reserve-Beobachtungsarmee des Generals der Kavallerie Alexander Petrowitsch Tormassow.

Kolywan, 2) russischer Name für Reval.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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