Fürstenberg

Fürstenberg.

Fürstenberg, 1) Stadt im [ehem.] preußischen Regierungsbezirk Frankfurt, Landkreis Guben, an der Mündung des Oder-Spreekanals in die Oder und der Staatsbahnlinie Fürstenwalde-Sommerfeld, hat eine evangelische Kirche (14. Jahrhundert), katholische Kapelle, Amtsgericht, Korbflechterei, Anilin- und Brikettfabrik, Glashütte, Getreidehandel, Schiffahrt und (1900) 5735 meist evangelische Einwohner. Fürstemberg erhielt 1235 Stadtrecht.

Fürstenberg, 2) Flecken im [ehem.] preußischen Regierungsbezirk Minden, Kreis Büren, hat eine evangelische und eine katholische Kirche, Amtsgericht, Glasfabrik, Forellenzucht und (1900) 1400 Einwohner.

Fürstenberg, 3) Stadt in Mecklenburg-Strelitz, an der Havel und an drei Seen, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Oranienburg-Stralsund und Britz-Fürstenberg, nahe der preußischen Grenze, hat eine evangelische Kirche, Synagoge, Schloss, Amtsgericht, Wollspinnerei, Tuchfabriken, chemische Fabrik, Holzverkohlungsanstalt, Elektrizitätswerk, Schiffahrt, Fischerei, Holzhandel und (1900) 2459 Einwohner. Fürstenberg gehörte ehemals zu Brandenburg, wurde 1349 an Mecklenburg verpfändet und erhielt 1568 Stadtrechte.

Fürstenberg, 4) Stadt im badischen Kreis Villingen, Amt Donaueschingen, am Fuß des 920 m hohen Fürstenbergs, hat eine katholische Kirche, die Ruinen des Stammschlosses der Fürsten von Fürstenberg und (1900) 304 Einwohner.

Fürstenberg, 5) Stadt im Fürstentum Waldeck, Kreis des Eisenbergs, hat eine evangelische Kirche und (1900) 378 Einwohner.

Fürstenberg, 6) Dorf im braunschweigischen Kreis Holzminden, an der Weser und der Staatsbahnlinie Scherfede-Holzminden, hat eine evangelische Kirche, berühmte Porzellanfabrik (s. Fürstenberger Porzellan) und (1900) 859 Einwohner.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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