Opel Blitz 3,6-36S
m.Lkw. (S-Typ)

Testbericht des 1:72 Modells von ESCI

Opel Blitz Lkw 3 t (S-Typ), 1:72 ESCI 8355

Der mittlere Lastkraftwagen Opel Blitz (S-Typ) 4×2 von ESCI hat die Abmessungen eines 4×4 (A-Typ) Lkw mit kürzerem Radstand. ESCI verwendete dieses Modell des Opel Blitz als Grundlage für drei verschiedene Varianten des mittleren Lkw, inklusive des Kfz. 305/.. mit Einheitsfahrerhaus, und des 2 cm FlaK-Vierlings 38 auf Sfl. Opel Blitz. Der Gussrahmen des Opel Blitz Lkw ist für alle drei Bausätze gleich; er wird ergänzt durch weiter Gussrahmen mit den Bauteilen der jeweiligen Modellvariante.

Inhalt

  • Opel Blitz 3,6-36S mit Wagenkastenpritsche/Plane
  • Drei Benzinfässer
  • Nass-Abziehbilder

Bewertung

Exzellente Themenwahl, der Opel Blitz war der meistgenutzte mittlere Lastkraftwagen der Wehrmacht, er erfüllte viele verschiedene Aufgaben und diente während des gesamten Krieges. Beim Opel Blitz mit Wagenkastenpritsche konnten die Bordwände an den Seiten und am Heck abgeklappt werden, wodurch sich diese zweite Ausführung leichter be- und entladen ließ.

Scale-Modell mit vielen Details. Nieten, Stöße, Kühlergrill, Scheinwerfer, und Reifenprofil des Opel Blitz sind schön gestaltet.

Relativ einfach zu bauen, der Opel Blitz besteht aus nur 64 Teilen. Das Modell ließ sich gut zusammenbauen, aber am Fahrerhaus muss gespachtelt und gefeilt werden. Störende Auswerfermarkierungen an den Hinterrädern sind mit Modellierwachs oder Modelliermasse zu reparieren.

Das Lackieren des Opel Blitz bereitet viel Abwechslung, denn er diente an allen Fronten und in vielen verschiedenen Tarnanstrichen.

Fehlende Front- und Seitenscheiben, aus Bastelglas selbst hergestellt, lassen sich mit Holzleim in den Fensterrahmen einkleben. Im Felde wurden Frontscheiben häufig mit Schlamm getarnt, um die Reflexion des Sonnenlichts zu minimieren.

Kompatibel mit Altaya, Atlas, CDC, De Agostini, Dragon Models, Eaglemoss, ESCI, Hasegawa, Italeri, Revell, Zvezda.

Die Vorderachse, Bauteil № 22, sollte erst nach der Montage und dem vollständigen Durchtrocknen der Vorderräder mit dem Chassis verklebt werden.

Der Bauplan lässt nicht genau erkennen, ob das hintere Differenzial, Bauteile № 20 und 21, mit dem Zapfen nach oben oder nach unten an die Blattfedern geklebt wird. Anscheinend sollen die Zapfen nach oben zeigen, also weg von den Federn.

Im Bauplan wird nicht deutlich, wie der Auspuff, Bauteil № 28, an den Motor zu kleben ist.

Die Antriebswelle, Bauteil № 14, ist gerade lang genug, um den Motor mit dem Differential der Hinterachse zu verbinden, aber sie hat keine Steckverbindung mit dem Motor. Diese Klebeverbindung sollte sorgfältig im Auge behalten werden, bis der Klebstoff vollständig durchgetrocknet ist.

Es wird nicht deutlich, welche Teile des Fahrerhauses zuerst montiert werden sollten. Wir fanden es am einfachsten, mit der Motorhaube, Bauteile № 17, 18, und 15, zu beginnen und den Kühlergrill, Bauteil № 4, erst später daran zu befestigen. Die übrigen Bauteile des Fahrerhauses fügen sich dann gut ein.

Das Lenkrad liegt fast auf der Oberkante der Sitzbank auf, sodass kein Fahrer ins Fahrerhaus passen kann. Wir haben die Fahrertür zunächst nicht montiert und später nur den bemalten Torso einer modifizierten Fahrerfigur auf den Sitz geklebt. Der fehlende Fahrer kann von einem anderen Bausatz übernommen oder aus einem passenden Infanteristen umgebaut werden.

Die vordere linke Staukiste muss am Chassis befestigt werden, nicht unter der Ladefläche, damit das Reserverad zwischen Staukiste und Ladefläche passt. Der Bauplan nimmt keinen Bezug zur Montage des Reserverads, aber die Malanleitung zeigt das Reserverad auf der linken Fahrzeugseite unter der Ladefläche verstaut.

Die hintere Staukiste sollte erst montiert werden, nachdem die Ladefläche richtig ausgerichtet und fest auf dem Rahmen verklebt ist.

Bauteil № 38 wird auf die Ladefläche geklebt, nicht dagegen, sonst liegen die seitlichen Bordwände später höher als die Trennwand. Die Bordwände sind nicht beweglich, sie können wahlweise geschlossen oder abgeklappt montiert werden.

Die ungewöhnlich glatte Plane erhält durch das Bekleben mit Papiertaschen- oder Küchentuch eine realistischere Struktur. Die vier Zapfen an der Plane sind stabil genug, um die Plane fest mit den Bordwänden zu verkleben. Soll die Plane abnehmbar bleiben, klebt man Streichhölzer in die Ecken der Plane, damit eine stabilere Verbindung zur Pritsche hergestellt wird.

Die Fahrzeugbeleuchtung besteht aus zwei handelsüblichen Frontscheinwerfern, vermutlich mit Schlitzblende, dem Notek Tarnscheinwerfer und Abstandsrückleuchte. Die Bremsschlussleuchte fehlt.

Die Verpackung zeigt den Opel Blitz mit Peilstangen, die dem Bausatz leider fehlen. Diese Kleinteile lassen sich aus 0,3 mm Federstahldraht oder Pinselhaar und einem kleinen Tropfen Weißleim ganz einfach nachbauen und an, bzw. später auf den vorderen Kotflügeln montieren.

Die fehlenden Rückspiegel können aus Federstahldraht und einer dünnen Polystyrolscheibe selbst hergestellt werden.

Wargamer und Sammler werden viele Opel Blitz m.Lkw für den Transport von Infanterie, Geschützen, und Nachschub benötigen. Der Opel Blitz von ESCI eignet sich für jeden dieser Verwendungszwecke.

Muster von ESCI/ERTL

Modelle des mittleren Lkw (S-Typ)