Chesapeake Bay
Chesapeake Bay (spr. tschéssepīk-), Meerbusen an der Ostküste der Vereinigten Staaten von Nordamerika, zwischen 36°45‘ und 39°36‘ nördl. Breite, 320 km lang, 10–55 km breit (s. Karte »Vereinigte Staaten von Nordamerika«, Nordoststaaten), empfängt die Flüsse James, York, Rappahannock, Potomac, Patapsco und Susquehanna von Westen, den Coptank und Nanticoke von Osten, in breiten Ästuarien, die z. T. vorzügliche Häfen bilden, so bei Baltimore, Washington, Newport News und Norfolk. Die Ufer sind niedrig, die von Inseln besäumte Ostküste ist teilweise sumpfig. Ein Kanal (27 km lang) verbindet die Chesapeake Bay mit dem Delaware, ein anderer (70 km) mit dem Albemarlesund, ein dritter, der Chesapeake-Ohio-Kanal (295 km), führt am Potomac aufwärts bis Cumberland, den Potomac bei Georgetown auf einem 426 m langen und 11,5 m hohen Aquädukt überschreitend.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909