Char Schneider CA1

1915 erwarb die französische Firma Schneider zwei amerikanische Holt-Schlepper. Das 45 PS starke Modell („Baby Holt“), ausgestattet mit einer Panzerattrappe über Motor und Fahrersitz, wurde General Pétain erstmals vorgeführt. 1916 wurde ein neues Fahrzeug auf Basis des Holt-Schleppers entwickelt. Die Front des Fahrzeugs war einem Bootsbug nachempfunden und mit einem scharfkantigen Balken versehen, der Stacheldraht durchtrennen sollte. Am Heck befanden sich zwei Türen für das Auf- und Absitzen der Besatzung. Der Motor war vorne links neben dem Fahrer angeordnet. Das Fahrzeug führte 90 Schuss Munition für die Hauptbewaffnung mit.
Bekannte Modelle
- Char Schneider CA1 (kampfwertgest.), 1:30 John Jenkins Designs GWF-01
- Char Schneider CA1 (früh), 1:35 Hobby Boss 83861
- Char Schneider CA1 (2. Kampfwertsteigerung), 1:35 Hobby Boss 83862
- Char Schneider CA1 (1916), 1:48 Gaso.line GAS50196K
- Char Schneider CA1 (früh), 1:72 RetroTracks 72018
- Char Schneider CA1 (1. Kampfwertsteigerung), 1:72 RetroTracks 72021
- Char Schneider CA1 (2. Kampfwertsteigerung), 1:72 RetroTracks 72022
- Char Schneider CA1 (früh), 1:72 Wespe Models 72102
- Char Schneider CA1 (1917), 1:72 BUM 5026
- Char Schneider CA1 (1917), 1:72 Reviresco HT-3
- Char Schneider CA1 (früh), 1:87 Wespe Models 87133
- Char Schneider CA1 (1. Kampfwertsteigerung), 1:87 Wespe Models 87134
- Char Schneider CA1 (2. Kampfwertsteigerung), 1:87 Wespe Models 87135
- Char Schneider CA1 (1917), 1:87 World Tanks Depot 24
- Char Schneider CA1, 15 mm Battlefront Miniatures GFR090
Der Char Schneider kam erstmals am 16. April 1917 bei Chemin des Dames zum Einsatz. Von insgesamt 132 eingesetzten Schneider-Panzern wurden 57 zerstört und viele weitere irreparabel beschädigt. Viele Verluste waren auf explodierende Treibstofftanks zurückzuführen, die sich neben der MG-Position im Rumpf befanden. Weitere erhebliche Mängel waren die unzureichende Panzerung, die mangelhafte Belüftung und der fehlende Ausstieg auf der linken Seite. Spätere Verbesserungen umfassten zusätzliche Panzerplatten zum Schutz der Besatzung vor panzerbrechenden 13 mm „K“-Geschossen des Mauser Tank-Gewehrs M1918, die auf 100 m Entfernung 21 mm Panzerung durchschlugen. Etwa 400 Schneider-Panzer wurden gebaut, doch das Fahrzeug erwies sich als unbefriedigend und sollte durch Panzer britischer Konstruktion ersetzt werden, wäre der Krieg nicht 1918 geendet.
Technische Daten
- Char Schneider CA1
- Typ: Infanteriepanzer / Sturmgeschütz
- Länge: 6.32 m
- Breite: 2.05 m
- Höhe: 2.30 m
- Gewicht: 14,6 t
- Panzerung: 11,5 mm maximal
- Bewaffnung: 75 mm Haubitze, 8 mm MG auf beiden Rumpfseiten
- Geschwindigkeit: 7.5 km/h auf Straßen
- Fahrbereich: 48 km
Historische Verwendung
- Französische Armee, Westfront 1917–1918
Interessante Umbauten
- Versorgungsfahrzeug, ungepanzert
- Char d’assaut Schneider CA2 mit Turm und 47 mm KwK; Prototyp.
Der Char Schneider ist ein wertvolles Fahrzeug für Sammler und Wargamer, die sich für den Ersten Weltkrieg interessieren. Panzer dieser Zeit trugen attraktive Tarnanstriche und taktische Zeichen, die sich im Modell prima nachbilden lassen.
Patrick Storto