Feld

Feld, Acker- und Grasland im Gegensatz zu Waldland, im engeren Sinne Abteilung (s. Grundstück) des gepflügten und bestellten Landes, dann gleichbedeutend mit Schlag, Flur, Zelge, daher bei der Dreifelderwirtschaft (s. Landwirtschaftliche Betriebssysteme): Brach-, Winter-, Sommerfeld. S. auch Feldeinteilung.

Im Militärwesen soviel wie Krieg, doch braucht man das Wort »Feld« hauptsächlich in Beziehung zu den auf dem Kriegsschauplatz stehenden Truppen (die »ins Feld gezogen« sind), während man »Krieg« im Gegensatz zu Friedensformationen braucht.

Im Bergbau heißt Feld ein zu bergmännischer Nutzung bestimmtes unterirdisches Gebiet. Ein freies Feld ist noch niemand verliehen, ein Grubenfeld wurde bereits mit einer bestimmten Begrenzung verliehen (s. Bergrecht); ein unverritztes, unerschürftes Feld ist noch nicht bergmännisch untersucht; Kohlenfeld ist ein Kohle enthaltendes Feld; Abbaufeld, ein zum Abbau vorgerichtetes Feld. Ins Feld vorrücken, einen kanalartigen Grubenbau (Feldstrecke, Feldort) in einer weiteren Ausdehnung einer Lagerstätte forttreiben.

In der Baukunst und im Kunstgewerbe ist Feld ein bestimmt begrenzter Flächenteil eines baulichen oder sonstigen Gebildes. In der Heraldik Platz für eine Wappenfigur; s. Heraldik, mit Tafel; in der Turfsprache die Gesamtheit der an einem Rennen teilnehmenden Pferde.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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