Semgallen

Semgallen (Semigallia, auch Semigola), der östliche Teil des [ehem.] russischen Gouvernements und ehemaligen Herzogtums Kurland, das nach dem Untergang der Selbständigkeit des livländischen Ordensstaates 1562–1795 unter der Lehnsoberhoheit Polens stand. Semgallen umfasst die Kreise Mitau und Selburg, südlich von der Düna, und hat in den Städten vorzugsweise deutsche, auf dem Land aber neben dem deutschen Adel ausschließlich lettische Bevölkerung. Von 1217–46 bestand ein Bistum Semgallen, das dann mit dem Erzbistum Riga verschmolzen wurde. S. die Geschichtskarte bei »Polen«.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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