Piemont
Piemont (ital. Piemonte, franz. Piémont), ehemaliges Fürstentum in Oberitalien, gegenwärtig eine Landschaft (compartimento) des Königreichs Italien, grenzt im Norden an die Schweiz, im Osten an die Lombardei, im Süden an Ligurien, im Westen an Frankreich und umfasst die Provinzen: Turin, Cuneo, Alessandria und Novara, mit einem Flächenraum von 29.368 km² (533,4 mi²) und (1901) 3.317.401 Einwohnern. Seinen Namen hat Piemont von der Lage am Fuße der Berge (Alpen). – Näheres s. unter den einzelnen Provinzen und Italien. Piemont umfasst verschiedene ehemalige Markgrafschaften und Grafschaften; 1797–1814 war es Frankreich einverleibt, nach dem Sturz Napoleons I. kam es zum Königreich Sardinien.
Den Titel Prinz von Piemont erhielt 1904 der Prinz Humbert, Sohn des Königs Viktor Emanuel III. von Italien. Vgl. die Geschichtskarten bei Artikel »Italien«.
Bibliographie
- »Statistica industriale-Piemonte« (Rom 1892)
- Dionisotti: Illustrazioni storico-corografiche della regione subalpina (Turin 1898)
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909