Andreas, Reichsgraf Hadik von Futak

k.k. Feldmarschall

Andreas, Reichsgraf Hadik von Futak, kaiserlich-königlicher Feldmarschall, geb. 16. Okt. 1710 auf der Insel Schütt aus einem ungarischen Geschlecht, gest. 12. März 1790, trat 1732 in österreichische Dienste, führte im Oktober 1757 als Feldmarschalleutnant den als als „Berliner Husarenstreich“ bekannt gewordenen Zug nach Berlin aus, das er 16. Okt. 24 Stunden besetzt hielt, wofür ihm das Großkreuz des Maria Theresia-Ordens verliehen wurde. Nach dem siegreichen Feldzug von 1762 wurde Hadik 1763 zum Grafen erhoben, erhielt 1764 das Zivil- und Militärgouvernement Siebenbürgens, wurde 1769 Präsident des Karlowitzer Kongresses, nahm 1772 Galizien in Besitz, wurde 1774 Feldmarschall und Hofkriegsratspräsident und 1776 Reichsgraf. Im Bayrischen Erbfolgekrieg befehligte er die österreichische Hauptarmee, ebenso 1789 im Türkenkrieg; doch nötigte ihn Krankheit noch vor der Einnahme Belgrads zum Rücktritt. Er hinterließ ein reichhaltiges Tagebuch seines Lebens. Das österreichische Husarenregiment Nr. 3 erhielt 1888 seinen Namen.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Figuren des Siebenjährigen Krieges