Jelez

Jelez.

Jelez (Elez), Kreisstadt im russischen Gouvernement Orel, an der Sossna, Knotenpunkt der Eisenbahnen Orel-Grjasi, Jelez-Uslowaja und Jelez-Waluiki, hat 16 Kirchen (darunter die Kathedrale der heiligen Mutter Gottes mit alten Heiligenbildern), ein Nonnen- und ein ehemaliges Mönchskloster, zwei Gymnasien, eine Schule für Eisenbahntechniker, eine Bank und (1897) 38.239 Einwohner. Jelez ist einer der bedeutendsten Getreidehandelsplätze im Innern Russlands und hat auch eine ansehnliche Industrie, namentlich Mühlen und Graupenfabriken, Leder- und Leimfabriken und Ziegeleien. In Jelez wurde 1887 der erste Getreideelevator (Silo) in Russland eröffnet. Die Bewohner des Kreises treiben Leinweberei; die Frauen sind geschickte Spitzenklöpplerinnen. Jelez wird schon 1146 erwähnt und war lange der Hauptort eines unabhängigen Fürstentums, bis es 1305 von Timur eingenommen wurde.

Das russische Infanterie-Regiment Jelez diente 1812 in der 11. Infanterie-Division unter Generalmajor Nikolai Nikolajewitsch Bachmetew im IV. Armeekorps des Generals der Infanterie Alexander Iwanowitsch Ostermann-Tolstoi in der 1. Westarmee des Generals der Infanterie Michail Bogdanowitsch Fürst Barclay de Tolly.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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