7,5 cm Infanteriegeschütz 37

Die im Mai 1944 eingeführte 7,5 cm Panzerjägerkanone 37 wurde schon im Juni des Jahres zum 7,5 cm Infanteriegeschütz 37 umbenannt, da sie sich als Unterstützungswaffe der Infanterie bewährt hatte, aber keine ausreichende Panzerdurchschlagsleistung erzielte. Das IG 37 basierte auf dem von Krupp für das 7,5 cm Infanteriegeschütz 42 entwickelte Geschützrohr, das in bereits vorhandene Lafetten der 3,7 cm PaK 36, oder der baugleichen Beutegeschütze PaK 158(r) und PaK 184(r) eingelegt wurde. Die Abbildung zeigt einen einfachen Umbau, bei dem die 3,7 cm PaK 36 im Maßstab 1:76 von Matchbox (40088) mit einer selbstgebauten Mündungsbremse des 7,5 cm IG 37 versehen wurde. Eine derartiger Umbau eignet sich prima für Simulationsspiele und Dioramen, er wird aber keinen Nietenzähler nachhaltig überzeugen.
Bekannte Modelle
- 7,5 cm Infanteriegeschütz 37, 1:35 Micro Scale Design 3517
- 7,5 cm Infanteriegeschütz 37 Umbausatz, 1:35 Custom Scale 35120
- 7,5 cm Infanteriegeschütz 37 und Munition, 1:72 Attack 72326
- 7,5 cm Infanteriegeschütz 37, 1:72 Unimodels UMT664
- 7,5 cm Infanteriegeschütz 37, 1:76 Airfix (Soft Plastic)
- 7,5 cm Infanteriegeschütz 37, 1:76 Matchbox 40088 (Umbau)
Technische Daten
- 7,5 cm Infanteriegeschütz 37
- Kaliber: 75 mm
- Kaliberlänge: 1800 mm (L/24)
- Höhenrichtbereich: -10° bis +40°
- Seitenrichtbereich: 58°
- Gewicht: 510 kg
- Feuergeschwindigkeit: 8 bis 12 Schuss pro Minute
- Mündungsgeschwindigkeit: 280 (Igr. 38) bis 395 m/s (Pz.Gr.)
- Schussweite: bis 5150 m
- Durchschlagsleistung auf 0–100 m:
- 46 mm mit A.P.H.E. (K. Gr.rot. Pz.)
- 42 mm mit A.P. (Pz.Gr. 39)
- 75 mm mit A.P.C.R. (Pz.Gr. 40)
- 90 mm mit H.C. (Igr. 38 Hl/A)
- 96 mm mit H.C. (Igr. 38 Hl/B)
- 128 mm mit H.C. (Igr. 38 Hl/C)
- Bedienung: Geschützführer (Unteroffizier), Richtkanonier, Ladekanonier, Munitionskanonier
- Entwicklung: 1940
- Produktion: Mai bis Dezember 1944 (ca. 1300 Einheiten)
Historische Verwendung
- Deutsche Wehrmacht, 1944–1945
Das 7,5 cm Infanteriegeschütz 37 ersetzte das 7,5 cm leichte Infanteriegeschütz 18, insbesondere in den 1944 neu aufgestellten Volksgrenadier-Divisionen. Je zwei Geschütze bildeten einen IG-Zug unter einem Leutnant oder Feldwebel als Zugführer.