7,5 cm leichtes Infanteriegeschütz 18 (le.IG 18)
Das 1927 entwickelte 7,5 cm leichte Infanteriegeschütz 18 ersetzte ab 1932 die Minenwerfer in der 13. (Minenwerfer) Kompanie des Infanterie-Regiments der Reichswehr. Bei dem abgebildeten Metallmodell unbekannter Provenienz handelt es sich um ein 7,5 cm le.IG 18 im Maßstab 1:56 mit gummibereiften Metallscheibenrädern für den Kfz-Zug.
Die Tarnbezeichnung 18 sollte glauben machen, das le.IG 18 sei bereits im letzten Kriegsjahr 1918 entwickelt worden und stünde damit nicht im Konflikt mit dem Friedensvertrag von Versailles, der Deutschland die Entwicklung neuer Waffen untersagte.
Bekannte Modelle
- 7,5 cm le.IG 18, 1:16 Verlinden 2831
- 7,5 cm le.IG 18, 1:25 Elastolin
- 7,5 cm le.IG 18 mit Bedienung, 1:35 ESCI 6306
- 7,5 cm le.IG 18 mit Bedienung, 1:35 Tamiya 6501
- 7,5 cm le.IG 18, 1:35 Verlinden 1163
- 7,5 cm le.IG 18, 1:56 Warlord Games WGB-LHR-07
- 7,5 cm le.IG 18, 1:72Ace 72224
- 7,5 cm le.IG 18, 1:72 Attack 72306
- 7,5 cm le.IG 18 mit Bedienung, 1:72 Caesar Miniatures 7201
- 7,5 cm le.IG 18 mit Bedienung, 1:72 First To Fight 046
- 7,5 cm le.IG 18 mit Bedienung, 1:72 HäT 8163
- 7,5 cm le.IG 18 mit Bedienung, 1:72 Italeri 6400
- 7,5 cm le.IG 18 mit Bedienung, 1:72 Pegasus 7510
- 7,5 cm le.IG 18 mit Bedienung, 1:72 Zvezda 6156
- 7,5 cm le.IG 18, 20 mm Hinchliffe 20/24
- 7,5 cm le.IG 18, 20 mm RAFM
- 7,5 cm le.IG 18, 1:87 Preiser 16581
- 7,5 cm le.IG 18 mit Bedienung, 15 mm Battlefront Miniatures GE560
- 7,5 cm le.IG 18 mit Bedienung, 1:300 Heroics & Ros G066
Technische Daten
- 7,5 cm leichtes Infanteriegeschütz 18 (le.IG 18)
- Länge: 2750 mm
- Kaliber: 75 mm
- Kaliberlänge: 885 mm (L/11,8)
- Höhenrichtbereich: -10° bis +75°
- Seitenrichtbereich: 12°
- Gewicht: 400 kg
- Feuergeschwindigkeit: 8 bis 12 Schuss pro Minute
- Mündungsgeschwindigkeit: 95 (1. Ladung) bis 221 m/s (5. Ladung)
- Schussweite: 500 bis 3.500 m
- Durchschlagsleistung auf 0–100 m:
- H.C. (Igr. 38) 75 mm
- H.C. (Igr. 38 Hl/A) 90 mm
- H.C. (Igr. 38 Hl/B) 96 mm
- H.C. (Igr. 38 Hl/C) 128 mm
- Bedienung: Geschützführer (Unteroffizier), Richtkanonier, Ladekanonier, drei Munitionskanoniere
- Entwicklung: 1927
- Produktion: 1932 bis 1945 (ca. 12.000 Einheiten)
Historische Verwendung
- Deutsche Reichswehr und Wehrmacht, 1932–1945
Zugmittel für le.IG 18
- Protze, vierspännig
- Sd.Kfz. 69, Krupp-Protze
- Sd.Kfz. 10, le. Zgkw. 1 t
- Sd.Kfz. 251/4, le.I.G.-Wagen, Munitions-Panzerwagen
- Sd.Kfz. 2 Kleines Kettenkraftrad (kl.K.Krad)
- m.E.PKW, Auto Union, Opel
- Lkw 1,5 t
Bibliographie
- Hogg, Ian: Artillerie des 20. Jahrhunderts
Mit Einführung der leichten Infanteriegeschütze, wurde die 13. (Minenwerfer) Kompanie des Infanterie-Regiments als Infanteriegeschütz-Kompanie (IG-Kp.) mit 6 leichten und 2 schweren Infanteriegeschützen formiert. Je zwei Geschütze bildeten einen IG-Zug unter einem Leutnant oder Feldwebel als Zugführer.