Pike

Pikeniere, 1:72 Figuren Revell

Pike (franz. pique), vom 17. Jahrhundert ab Bezeichnung des früher Pinne genannten Landsknechtspießes, der von 3 bis über 5 m Länge auftritt, im Gegensatz zur Lanze, der Waffe des Ritters. Sie wurde gegen den Angriff feindlicher Reiterei teils so geführt, dass sie der Mann in Schulterhöhe waagerecht hielt, oder so, dass sich der Schuh der Pike gegen den Fuß des Pikeniers stemmte und die Spitze in Höhe der Pferdebrust war. Die Länge der Waffe ergab, dass sie sicherer auf der Stelle als in der Bewegung zu brauchen war, weshalb die Pikeniere auch den Rückhalt für die beweglicheren Arkebusiere und Musketiere bildeten. Nach und nach wurde die Pike durch das Bajonettgewehr verdrängt, ihr Überbleibsel war der Sponton. Die Abbildung zeigt kaiserliche Pikeniere aus der Sammlung von Benno de Groot.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Bibliographie

  • Wagner, Eduard: Tracht, Wehr und Waffen im Dreißigjährigen Krieg (Prag 1980)

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