Almohaden, 1147–1269

Almohaden, nordafrikanisch-spanische Berber-Dynastie, eine von Mohammed ibn Tumart im Atlasgebirge – in Opposition zu den Almoraviden – gestiftete fanatische Sekte, der Muwahhedin oder Almohaden (»Anbeter des Einen wahren Gottes«), die 1147 unter des »Kalifen« Abd el Mumen Anführung Marokko erobert, den letzten Almoraviden, Ishak, tötet und ihre Macht dann auch über Spanien ausbreitet.

Unter Jakub el Manßûr (Almansor) gewinnen sie 1195 bei Alarcos einen großen Sieg über die Kastilier, werden aber unter Jakubs Nachfolger Mohammeden Naßir von den verbündeten Königen von Kastilien, Aragonien und Navarra in der Schlacht bei Navas de Tolosa jenseit der Sierra Morena 1212 aufs Haupt geschlagen. Mit dieser Niederlage ist der Verfall der muslimischen Macht in Spanien entschieden; die nächste Folge ist die Vernichtung der Herrschaft der Almohaden auf der Pyrenäischen Halbinsel. Auch in Afrika ist sie nicht mehr von langer Dauer: innere Zwiste lähmen die Kraft der Dynastie, und die inmitten dieser Kämpfe aufkommenden Benu Merin (Meriniden) machen der Herrschaft der Almohaden 1269 ein Ende.

Figuren

  • Mauren und Sarazenen, 1:72 Italeri 6010
  • Almoraviden Infanterie, 1:72 HäT 8189
  • Maurische Schwere Infanterie, 1:72 HäT
  • Maurische Kavallerie, 1:72 HäT

Bibliographie

  • Dozy: History of the Almohades (2. Ausg., Leiden 1881)
  • Dozy: Geschichte der Mauren in Spanien, Bd. 2 (deutsch, Leipz. 1874)
  • Müller, A.: Der Islam, Bd. 2 (Berl. 1887)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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Figuren des Mittelalters