Striegau

Striegau.

Striegau, Kreisstadt im [ehem.] preußischen Regierungsbezirk Breslau, am Striegauer Wasser (Nebenfluss der Weistritz), Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Ziegenhals–Raudten, Striegau–Maltsch und Striegau–Merzdorf, 223 m ü. M., hat eine evangelische und eine große gotische katholische Kirche, ein Denkmal Kaiser Wilhelms I., ein Realgymnasium, eine evangelische und eine katholische Präparandenanstalt, ein evangelisches und ein katholisches Kinderheim, eine Strafanstalt (im ehemaligen Karmeliterkloster), ein Amtsgericht, eine Reichsbanknebenstelle, bedeutende Granit- und Basaltbrüche, Granitschleiferei, Kartonnagen-, Zigarren-, Peitschen-, Stuhl-, Maschinen-, Malz- und Lederfabrikation und (1905) 13.427 Einwohner, davon 4783 Katholiken und 100 Juden. Nahebei die Striegauer Berge mit dem Breiteberg (340 m) und dem zweispitzigen Kreuz- und Georgenberg (352 m). Auf dem Kreuzberg ein riesiges Kreuz zur Erinnerung an die Schlacht bei Hohenfriedeberg, das 7 km entfernt liegt; die Schlacht wird auch nach Striegau benannt. Striegau erhielt 1242 deutsches Stadtrecht.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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