Bruchsteine

Bruchsteine.

Bruchsteine, alle Arten natürlicher Steine, die in kleineren Stücken gebrochen und darauf ohne eine weitere Verarbeitung als diejenige mit dem Maurerhammer vermauert werden. Die Güte der Bruchsteine hängt von ihrer Härte, Wetterbeständigkeit und Lagerhaftigkeit ab. Geschichtete, schieferige, blättrige Steine tragen senkrecht zu ihrer Schichtung die größte Last und dürfen daher nur auf das Lager gelegt vermauert werden. Bei ungeschichteten Steinen ist die Lage gleichgültig. Das Bruchsteinmauerwerk teilt man in unregelmäßiges (wildes, Fig. 1) und regelmäßiges (lagerhaftes, Fig. 2) ein. Bei jenem laufen die Fugen unregelmäßig und verschiedenen Richtungen, während sie bei diesem sich in tunlichst waagerechte Lager- und senkrechte Stoßfugen sondern. Fig. 1 und 2 geben auch die Bildung der Mauerecken. Hierher gehört auch das Zyklopenmauerwerk, ein mörtelloses Steingefüge von sehr großen, unregelmäßig vieleckigen Bruchsteinen. Wie die Bruchsteine werden auch Feldsteine (Lesesteine, Findlinge) verwendet.

Bekannte Modelle

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Glossar militärischer Begriffe