Aiakos

Aiakós (lat. Aeacus, dt. Äakus), griechischer Heros, Sohn des Zeus und der Aigina, der Tochter des Flussgottes Asopos, geboren auf der Insel Oinone, wohin Zeus die Ägina entführt hatte, und die fortan ihren Namen trug. Hier herrschte Aiakos über das aus Ameisen entstandene Volk der Myrmidonen fromm, weise und gerecht, ein Liebling der Götter, die sogar, wie die Menschen, ihn zum Schiedsrichter ernannten. Nach seinem Tode waltete er des Richteramtes in der Unterwelt. Auf Ägina hatte er ein von einer Mauer aus weißem Marmor umgebenes Heiligtum (Aiakeion), wo die äginetischen Sieger die in den Festspielen gewonnenen Kränze aufhingen, auch agonistische Festspiele. Von seiner Gemahlin Endeis war er Vater des Telamon und Peleus (Aeakiden).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Figuren der Antike