Oskar von Lettow-Vorbeck

Lettow-Vorbeck, Oskar von, Kriegshistoriker, geboren 21. Dez. 1839 in Treptow a. d. Rega, gest. 28. März 1904 in Oldenburg, tritt 1857 als Fahnenjunker beim 4. Infanterieregiment ein, besucht 1863 bis 1866 die Kriegsakademie, macht die Kriege von 1866 und 1870/71 beim 4. Regiment mit und wird bei Noisseville schwer verwundet, nachdem er in der Zwischenzeit 1867–70 zum Generalstab kommandiert war. 1872–77 Lehrer an der Kriegsschule in Anklam, wird er 1877 zum Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiment Nr. 4, 1881 zum 54. Infanterieregiment versetzt, gehört 1883–89 wieder dem Großen Generalstab an, erhält 1889 das Kommando des Oldenburgischen Infanterieregiments Nr. 91, nimmt 1890 als Oberst seinen Abschied und lebt als Generalmajor a. D. in Oldenburg. Er findet seinen Tod infolge eines Sturzes in den Hunte-Ems-Kanal. Er schrieb: »Leitfaden für den Unterricht in der Taktik auf den königlichen Kriegsschulen« (6. Aufl., Berl. 1888); »Kriegsgeschichtliche Beispiele« (5. Aufl., Berl. 1899; auch englisch); »Der Krieg von 1806 und 1807« (Berl. 1891–96, 4 Bde.; Bd. 1 in 2. Aufl. 1899; ins Russische übersetzt); »Geschichte des Krieges von 1866 in Deutschland« (Berl. 1896–1901, 3 Bde.); »Napoleons Untergang 1815« (nur Bd. 1: Elba–Belle-Alliance, Berl. 1904).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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