Balken

Balken

Balken, jeder prismatische, waagerecht liegende, in der Regel zur Überdeckung von Öffnungen dienende Baukörper aus Stein, Holz, Eisen etc.; insbes. der Hauptbestandteil der deckebildenden Balkenlage. Holzbalken sind starke, vierseitig, und zwar scharf- oder baum- (wald-) kantig behauene oder beschnittene Baumstämme. In den Gebälken pflegen sie in Entfernungen von 1 m von Mitte zu Mitte zu liegen, mit ihren Enden ruhen sie bei Massivbauten entweder unmittelbar auf der Mauer oder auf untergelegten Langhölzern (Mauerlatten); bei Holzbauten (Fachwerksbauten) werden sie auf die Rahmhölzer aufgekämmt, ragen zur Auskragung der Obergeschosse oft aus den Frontwänden hervor und erhalten dann profilierte oder verzierte Köpfe (Balkenköpfe). Über weit freiliegende armierte Balken s. Träger. In der Neuzeit gewinnen immer ausgedehntere Anwendung die tragfähigern eisernen Balken, die homogen (gewalzte Balken) oder zusammengesetzt, mit parallelen oder gebogenen Gurtungen und mit vollen oder gegliederten Wandungen ausgeführt werden (vgl. Eisenbau). Steinerne Balken kommen wenig in Anwendung, weil man sie wegen der geringen Tragfähigkeit der meisten Steinarten nicht weit frei legen kann. Über Zementeisenbalken s. Monierbau.

Balken (Heraldik)

In der Heraldik nennt man Balken eine von zwei waagerechten geraden Linien begrenzte Figur, durch die der Schild in drei Plätze geteilt wird (s. Heroldsbilder). Der abgebildete Schild zeigt in Rot einen goldenen Balken.

Balken des Gehirns (corpus callosum cerebri) heißt in der Anatomie der mittlere Teil des Großhirns (s. Gehirn).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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