Alexander Leopold Franz Emmerich Prinz von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst

Alexander Leopold Franz Emmerich, Prinz von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst, geb. 17. Aug. 1794 in Kupferzell bei Waldenburg, gest. 14. Nov. 1849 in Vöslau bei Wien, das 18. Kind aus der Ehe des gemütskranken Erbprinzen Karl Albrecht mit der Tochter eines ungarischen Edelmanns, Judith, Freiin von Reviczky, für die geistliche Laufbahn bestimmt und erzogen, erhielt 1815 die Priesterweihe und ward 1817 Priester in München. Hier und in Bamberg, wo er Geistlicher Rat bei dem Generalvikariat geworden war, beschuldigte man ihn des Jesuitismus und Obskurantismus, während das Volk ihn wegen seiner Wunderkuren verehrte, die er gemeinschaftlich mit dem Bauer Martin Michel durchführte. Als diese später aber misslangen und die bayerischen Behörden, aber auch Papst Pius VII. ihm Schwierigkeiten machten, begab sich Hohenlohe 1822 nach Wien und dann nach Ungarn, wo er Domherr in Großwardein, 1829 Großpropst und 1844 Titularbischof wurde. Hohenlohe hat zahlreiche geistliche Schriften veröffentlicht.

Bibliographie

  • »Aus dem Nachlasse des Fürsten Alexander von Hohenlohe« (hrsg. von S. Brunner, Regensb. 1851)
  • Pachtler: Biographische Notizen über den Prinzen Alexander zu Hohenlohe (Augsb. 1850)
  • Scharold: Lebensgeschichte Alexanders von Hohenlohe (Würzb. 1834)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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